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17. Dezember

17/12/2014

Mittwochs-Malerei (3)

Papier angefeuchtet und dann kräftig Farbe getropft, Station 1:

 
Mittwochs-Malerei (3)
 

Eindeutig ein Baum, Station 2:

 
Mittwochs-Malerei (3)
 

“Am Sumpf” (Aquarell und Fineliner auf Papier, 24 x 30 cm)

16. Dezember

16/12/2014

Papier-Tannenbaum

 
Adventsdeko ist niemals fertig. Adventsdeko kann immer noch ergänzt werden.
Denn das Basteln von Adventsdeko bringt Muße in diese Zeit, hilft beim Entschleunigen (das war Thema am letzten Freitag).

Ganz unterschiedliche Inspirationen im Netz haben mich auf die folgende Idee für einen Papiertannenbaum zum Aufhängen gebracht.
Ihr braucht dazu:

 
Papier-Tannenbaum
 

Einen stabilen Faden, eine spitze Nadel, zwei Holzperlen, einen Plastik-Strohhalm, eine Schere und Papier.
Vom Strohhalm schneidet ihr 18 Ringe ab, jeweils ca. 5 mm breit.
Als Papier habe ich alte Buchseiten verwendet und daraus mit der Schneidemaschine Quadrate geschnitten, in meinem Fall waren das
10 St. 6 x 6 cm
15 St. 5,5 x 5,5 cm
15 St. 5 x 5 cm
10 St. 4,5 x 4,5 cm
10 St. 4 x 4 cm
10 St. 3,5 x 3,5 cm
10 St. 3 x 3 cm
15 St. 2,5 x 2,5 cm
Dazu noch einen Streifen 1,5 cm breit und ca. 25 cm lang (aus dem alten Autoatlas, aus dem ich schon das hier und das hier gebastelt habe.)

 
Papier-Tannenbaum
 
Ihr schneidet einen ca. 50 cm langen Faden ab und knotet die eine Perle an seinem Ende fest; dann fädelt ihr zuerst die zweite Perle auf …

 
Papier-Tannenbaum
 
… und dann nach und nach die Papierquadrate, beginnend mit den größten. Dabei immer ein bisschen verdrehen, damit die Ecken in verschiedene Richtungen zeigen.
Nach jeweils 5 Quadraten fädelt ihr einen Strohhalmring als Abstandshalter auf.

 
Papier-Tannenbaum
 
Der Tannenbaum wächst von unten nach oben.
Als Spitze habe ich einen “kleinen Origami-Stern” verwendet, der aus dem Papierstreifen gefaltet wurde. (Die Anleitung findet ihr überall im Netz.)

 
Papier-Tannenbaum
 

Ihr könnt natürlich als Spitze auch andere Sterne, Perlen oder was euch sonst noch einfällt verwenden.
An das obere Ende des Fadens knotet ihr eine Schlaufe, dann könnt ihr den Tannenbaum aufhängen, wo ihr mögt.
Ich hänge ihn jetzt beim creadienstag auf.

 
Papier-Tannenbaum
 

 

Herzlichen Glückwunsch !

15/12/2014

Ihr erinnert euch? Ich hatte am Nikolaus-Tag ein kleines Rätsel gestellt.
Einsendeschluss war heute Mittag, so dass ich jetzt die Gewinnerin bekannt geben kann:

Herzlichen Glückwunsch an Martina – Buchstabenwiese.
Du hast als Einzige die richtige Lösung (58 Pakete muss der Nikolaus noch ausliefern) gemailt.
Im Laufe der Woche geht das Buch “… und dreht sich einfach weiter” auf die Reise zu dir.
Und als bekennende Limerick-Liebhaberin hat es da die Richtige erwischt, oder?

Ich muss gestehen, ich war ein bisschen enttäuscht.
Nein, Martina, nicht von dir. Du bist zuverlässig immer wieder dabei.
Aber all ihr anderen, die ihr hier vorbei schaut. Kein einziger hat beim Rätsel mitgemacht.
Und ich frage mich warum.
Vielleicht kommt ja per Kommentar eine Rückmeldung. Darüber würde ich mich freuen.

 

15. Dezember

15/12/2014

Advents-Knitalong (3)

Am dritten Adventswochenende stand der dritte Teil des Norwegerkissens auf dem Strickplan. Die Muster zusammengestellt und alles perfekt ausgerechnet haben Katrin und Jessica von schoenstricken.de.

 
Norwegermuster für Kissen
 

Jetzt muss ich den Kissenbezug nur noch fertigstellen. Oben werden ich ihn beim Abketten zusammenstricken. Unten weiß ich noch nicht so genau.
Eigentlich soll der Bezug dort einfach zugenäht werden, aber ich möchte mir die Möglichkeit lassen, ihn ohne Füllung waschen zu können.
Vor allem, weil wir ja zwei Kater haben, die gerne auf Gestricktem schlafen.
Reißverschluss? Nee, ist nix für mich.
Ich überlege mir was und zeige es euch dann nächsten Montag.

 
Norwegermuster für Kissen
 

14. Dezember

14/12/2014

Winterlied

 
Winterlied
 

Düster, düster sind die Tage,
ungemütlich, kurz und kalt.
Wind singt seine graue Klage
über Felder in den Wald.

Heult durchs Tal und über Hügel,
streift die Bäche und den See,
friert ihm einen klaren Spiegel,
deckt ihn zu mit frischem Schnee.

Hinterm Fenster steh’ und schau’ ich
ihm bei seinem Treiben zu.
Lächele, denn drinnen wärmt mich
eine Tasse Tee – und du.

 
* * * * * * * * * *

 
Ich gestehe, der Text ist nicht aktuell, sondern von 2012. Aber er passt so gut zum aktuellen Wetter (nur ohne das Frieren), dass ich es nochmal hier präsentieren möchte.

 

13. Dezember

13/12/2014

Kerzen (Aquarell)

 
Lucia

komm und
bring uns
Licht
entzünde eine
Kerze
am besten viele
Kerzen
in dieser Zeit

der kurzen Tage
Ende absehbar
dein Tag war
einst der
kürzeste des Jahres

heutzutage
müssen wir noch
eine Woche warten bis die
Zeit sich wendet

komm und
bring uns Licht
erhelle unsre Räume
unsre Herzen

 

12. Dezember

12/12/2014

Muße muss sein

Ich sitze am Schreibtisch, die Füße hochgelegt, nippe an meiner Teetasse und schaue mir an, welche Muster einige Gegenstände bei Lampenlicht auf die Wand zeichnen.
Ich mache sonst nichts. Ich denke an nichts Besonderes, geschweige denn über etwas nach. Ich habe Muße.

Mir fällt Loriots Knollnasen-Herr ein, der im Wohnzimmer im Sessel sitzt und dessen Frau geschäftig in der Küche hin und her läuft und fragt, was er denn mache. Und die ihn dort nicht einfach sitzen lassen kann, sondern ihn ständig dazu bringen will, etwas Sinnvolles zu tun.

Heutzutage ist unsere Zeit meist minutiös verplant. Nicht nur die Arbeitszeit, auch die Freizeit wird getaktet. Wir versuchen so viel wie möglich in den Tag zu packen, um unsere Zeit optimal zu nutzen. Leerlauf ist verschwendete Zeit, ist Vergeudung und damit negativ.
Die Arbeitswelt, die Kommunikation, alles ist schneller geworden. Eigentlich sollten wir mehr Zeit übrig haben als früher. Aber das Gegenteil ist der Fall.
Ruhephasen werden immer seltener, so dass wir verlernen, uns Auszeiten zu gönnen. Wir haben ein schlechtes Gewissen, wenn wir eine Weile nichts tun, das als nützlich gilt. Und wir haben so viele Möglichkeiten, was wir machen könnten, dass wir von einem zum anderen hetzen, um nur ja keine der ach so tollen Optionen zu verlieren.

Mit all dieser Geschäftigkeit überlasten wir uns, machen uns selber jede Menge Stress.
Unmengen an Ratgebern sind auf dem Markt, die uns zeigen wollen, wie wir unser Leben durch die richtige Organisation in den Griff bekommen. Anscheinend funktioniert das aber nicht, sonst würden nicht immer neue Modelle an den Start gehen.

Inzwischen werden Stimmen laut, dass wir uns nicht besser organisieren müssen sondern anders. Der schöne alte Begriff “Muße” taucht wieder in der Diskussion auf.
Wir brauchen Muße, also Zeit, die wir ohne Plan im Hier und Jetzt verbringen. Dabei können wir uns dem Nichtstun hingeben oder der Beschäftigung mit etwas, zu dem wir Lust haben, ohne über Sinn und Zweck dieser Tätigkeit nachzudenken. Selbstbestimmtheit und Hingabe gehören zur Muße. Muße lässt uns bei uns selber sein, fährt unser Tempo runter, sorgt für Regeneration.

In diesem Sinne nutze ich die Adventszeit. Ich lerne, mir Muße zu gönnen. Ich erlaube mir, mich mit Strickzeug oder Basteleien zu beschäftigen, obwohl der Keller aufgeräumt oder die Schränke ausgemistet werden müssten. Vielleicht kommt der Moment, an dem ich das Aufräumen oder Ausmisten als Muße empfinde, weil ich Lust dazu habe und mich ganz darauf einlassen mag. Dann ist es gut so.

Und wenn nicht?
Dann sitze ich am Schreibtisch, die Füße hochgelegt, nippe an meiner Teetasse und schaue mir an, welche Muster einige Gegenstände bei Lampenlicht auf die Wand zeichnen.

 

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