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Auf nach Ungarn (16) – und Ende

21/05/2013

Dorfmuseum in Möchhof (Burgenland)

Mönchhof ist die älteste Weinbaugemeinde Österreichs und liegt im Nordwesten des Neusiedler Sees, nicht weit von Neusiedl. Doch nicht der Wein führte uns hierher sondern das Dorfmuseum, eine der touristischen Attraktionen im Seewinkel.
Seit 1990 wird es von Christine und Josef Haubenwallner betrieben und hat bereits Auszeichnungen erhalten.

Auf dem Gelände wird das Leben in der Zeit von etwa 1890 bis in die 1960er-Jahre anschaulich. Die kleine private Sammlung hat sich im Laufe der Jahre zu einem Freilichtmuseum gemausert, in dem 35 Gebäude ein ganzes Dorf bilden mit allem, was dazugehört: Bauernhäuser, Geschäfte, Handwerksbetriebe, Weinkeller, Kirche und sogar ein Kino.
Liebevoll sind die Räume gestaltet, wir haben gestaunt, was an Details zusammengetragen wurde. Ein paar Bilder lassen nur ahnen, was man im Dorfmuseum in Mönchhof alles entdecken kann.

Informationen zum Dorfmuseum findet ihr hier: Dorfmuseum

 

 
Ein erster Blick auf das Dorfmuseum von außen.

 

 
Hier geht’s auf den Dorfplatz.

 

 
Dicht an dicht stehen die Häuser und lassen uns in der Zeit zurückgehen.
Wohn- und Schlafzimmer, Küche, als ob die Menschen gerade fortgegangen wären.
 

 

 

 
Und das Hochzeitszimmer wartet auf die Festgesellschaft.

 

 
Metzger und Bäcker, Kurzwaren, Dessous, Friseur, alles was man im Alltag braucht, findet sich auch im Dorf.

 

 

 

 
Postamt, Schule, Kaufmannsladen.

 

 

 

 
Die Küche des Gasthauses war etwas größer.

 

 

 
Die Schreinerei als Beispiel für die Handwerksbetriebe:
 

 

 
Und überall das Alltagsleben.

 

 
Kreuzweg und Messwein gehören dazu, genau wie die Kirche, die das Dorf überragt.

 

 

 
Ich hätte noch ewig dort bummeln und schauen können. So viele spannende Kleinigkeiten, so viel Atmosphäre. Da lohnt sich mehr als ein Besuch.

 

viel unterwegs

20/05/2013

Ich freue mich, dass ihr meine Ungarn-Beiträge mögt.
Ich habe nach dem Urlaub das Blog ein bisschen “auf Vorrat” gefüllt, weil wir an den beiden langen Wochenenden schon wieder unterwegs waren und dazwischen ein Haufen Arbeit wartete.
Deshalb habe ich eure Kommentare auch noch nicht beantwortet, aber das mache ich auf jeden Fall noch.

Einen letzten Beitrag vom Neusiedler See wartet noch. Außerdem habe ich euch von den Wochenenden ein paar Impressionen mitgebracht. Das kommt in den nächsten Tagen.
Und zwischendurch hoffe ich, dass mal wieder ein paar Worte in lyrische Form fließen.

Herzliche Grüße aus dem Bergischen
eure Uta

Auf nach Ungarn (15)

19/05/2013

Gemma Köllaschaun im Frühling

Weiden am See, das bedeutet vor allem Wein.

 

 
Zweimal im Jahr – Ende April und zu Martini – öffnen die Winzer des Ortes alle gemeinsam für zwei Tage ihre Keller. Dazu gibt es in einigen Räumlichkeiten kleine Ausstellungen.
Für einen Teilnehmerbeitrag erhält man ein Band zum Umhängen (und einen Weinkaufs-Gutschein über einen Teil des Betrags), dann zieht man von Keller zu Keller und kostet die feinen Tröpfchen in Rot und Weiß. Schmalzbrote mit Zwiebeln, Liptauer, Verhackertes und andere Köstlichkeiten sorgen dafür, dass der Alkohol nicht zu schnell in den Kopf steigt.

Im Gegensatz zu anderen Weinbaugemeinden hat Weiden keine typische “Kellergasse”, also einen Weg, an dem alle Weinkeller liegen. Die Häuser der Winzer sind im Ort verteilt, so dass man zwischendurch ein wenig bummeln kann.

Manche Keller sind herrliche alte Gewölbe, andere hochmoderne kühle Räume. Die Bandbreite der Weine ist genauso groß. Vor lauter Staunen und Probieren und Genießen habe ich fast nicht fotografiert.
Außerdem haben wir mit unseren Freunden dort viel erzählt und gelacht, das war einfach wichtiger.
Einige wenige Bilder habe ich trotzdem für euch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf nach Ungarn (14)

18/05/2013

Zurück am Neusiedler See

Ungarische Straßen sind ein Fall für sich. Auf Landstraßen sind 90 Stundenkilometer erlaubt. Eigentlich. Auf einigen sind wir auch so schnell gefahren. Meist standen dort große Schilder mit Hinweis auf eine Unterstützung durch die EU. Wo diese Schilder fehlten, gab es stattdessen Bodenwellen, Spurrillen und Schlaglöcher, in denen man sich verlieren konnte. Mehr als 70 Stundenkilometer war nicht drin, die Stoßdämpfer haben still vor sich hin gelitten und wir fühlten uns arg verschaukelt.
Und dann überquert man die Grenze zu Österreich und schlagartig kein Schlagloch mehr. Was für eine Erholung !

Das Burgenland empfing uns mit Sonnenschein, der Neusiedler See mit einer sanften Brise, mit seiner Weite und ein paar hübschen Anblicken in und bei Illmitz.

 

 

 

 

 

 
Am nächsten Tag hatte sich der See gewandelt. Der Wind wehte stramm, drückte das Wasser auf die Promenade im Seebad von Neusiedl.
Der Pegel stand auf 2,10 Meter. Ich fragte Freunde: “Zwei Meter über was?” Sie grinsten. Zwei Meter über Grund natürlich. Normalerweise ist der See hier etwa 1,40 Meter tief.
Von der Mole aus sahen wir den Kite-Surfern und Windsurfern zu, die über die Wellen flogen. Mich wunderte nicht mehr, dass man den See auch das “Meer der Wiener” nennt.

 

 

 

 
Auch hier im Burgenland hatte der Winter sich lange gehalten, so dass die Weinberge – zum Beispiel in Weiden – erst langsam ergrünten.

 

 

 
Das Thema Wein hat uns am Abend noch ausgiebig beschäftigt. Aber dazu morgen.

 

Auf nach Ungarn (13)

17/05/2013

Mittags in Györ

Die letzte große Stadt, bevor wir Ungarn verlassen werden. Altstadtflair mit Promenaden und engen Gassen, viele Geschäfte, viele Menschen, manchmal verblüffende Ausblicke.
Flanieren wie in Südfrankreich.

 

 

 

 

 

 

 

 
Auf dem großen Platz ein moderner Springbrunnen. Direkt aus dem Pflaster sprudeln die Fontänen in einer Reihe. Mal alle gleichzeitig hoch oder niedrig, danach abwechselnd wie eine La-Ola-Welle, schließlich hüpfen die Wasserportionen wie Frösche in die Luft.
Wir sitzen und sehen zu, gebannt vom Spiel des Wassers. Genau wie die Kinder.
Sie pirschen sich an die beweglichen Säulen, warten auf Lücken, sprinten hindurch. Lachen, Kreischen, einer feuert den anderen an. Magische Anziehungskraft des Wassers.

 

 

 
Und dann ein Cesars Salad im Schatten unterm großem Schirm. Die Wärme genießen und die Menschen betrachten mit ganz viel Zeit.

 

 
P.S.: Das Bier ist alkoholfrei. In Ungarn gilt Null Promille.

Auf nach Ungarn (12)

16/05/2013

Nachmittags in Esztergom

Meine Erinnerung wandert 32 Jahre zurück, als wir Richtung Esztergom fahren. Damals war ich mit der Hälfte meiner Jahrgangsstufe auf Studienfahrt vor dem Abitur in Budapest. Und ein Tagesausflug mit dem Bus brachte uns auch hierher an die Donau, an die Grenze zur Slowakei.

 

 
Esztergom ist eine der ältesten Städte Ungarns, schon die Kelten siedelten hier an der Donau. Und Esztergom ist die erste Hauptstadt Ungarns. Stephan I. wurde hier 1001 zum ersten König gekrönt.

Wir parken am Burgberg und steigen die Treppe empor. Dann liegt vor uns die Basilika, eine der größten Kirchen Europas, ein mächtiger Bau, der die Stadt überragt und weithin zu sehen ist.

 

 

 

 

Die steinernen Bögen eines Kreuzgewölbes ragen in den blauen Himmel, darunter zwei Menschen in weißem Stein. Die Krönung Stephans I. als überlebensgroßes Denkmal.
Ich bin fasziniert von diesem Gesicht.

 

 

 

Beim Blick über die Donau fällt die neue Brücke auf, die seit 2001 Ungarn und die Slowakei verbindet. Reger Verkehr herrscht zwischen den Städten auf beiden Seiten.
Ich kenne noch eine ganz andere Aussicht: einzelne Betonpfeiler im Wasser. Die alte Brücke war im 2. Weltkrieg gesprengt worden.
Und nun gibt es dieses unkomplizierte Hin und Her, dieses Zusammenwachsen, diese Auflösung der Grenzen. Ich freue mich darüber, freue mich über Europa.

 

 
Wir bummeln durch die alten Gassen zum Wasser, an der Donau entlang und im weiten Bogen zurück zum Parkplatz.

 

 

 
Und noch im April begegnet mir der erste Maikäfer.

 

 

Auf nach Ungarn (11)

15/05/2013

Mittags in Szentendre

Nur wenige Kilometer nördlich von Budapest an der Donau liegt Szentendre, eines der beliebtesten Touristenziele Ungarns.
Eine kleine Stadt, barocke Häuschen, Kirchen, Gassen, Hinterhöfe und jede Menge Geschäfte. Andenken, Keramik und Schmuck, Kleidung und Tücher, Postkarten und Bilder.

In den 1920er-Jahren hat sich dort eine Künstlerkolonie gebildet und auch heute noch leben und arbeiten viele Künstler und Kunsthandwerker dort. Gesehen haben wir allerdings hauptsächlich Touristen-Ware (zumindest wirkte es so auf uns).
Trotzdem ein malerischer Ort mit hübschen Fotomotiven, wenn man sich etwas abseits der Hauptwege aufhält.

 

Hauptplatz mit Pestsäule

 

 

Glasbläserwerkstatt

 

 

Blaufärber

 

 

auf dem Kirchenhügel

 

Blick vom Kirchenhügel auf den Ort (und die nächste Kirche)

 

 

 

 

alt und modern nah beisammen

 

 

 

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