Geplante Obsoleszenz
Vor rund einer Woche gab es auf dem Fernsehsender “arte” einen Dokumentarfilm mit dem Titel “Kaufen für die Müllhalde”.
Wer hat nicht schon erlebt, dass ein Gerät kaputt geht, wenn die Garantiezeit gerade vorbei ist? Wer hat nicht schon das Gefühl gehabt, dass Kühlschränke, Waschmaschinen, Pullover oder Schuhe früher länger gehalten haben? Und wer hat sich nicht schon geärgert, dass es oft finanziell nicht lohnt, etwas zu reparieren, dass man statt dessen neu kaufen soll?
Das Ganze hat Methode und die nennt sich “geplante Obsoleszenz”.
Bei Design und Produktion von Konsumartikeln wird sozusagen das Verfallsdatum eingebaut. Das Prinzip hat eine lange und vielfältige Geschichte, die im arte-Film spannend aufbereitet wird.
Ich hatte den Film am Ausstrahlungsabend zufällig entdeckt und deshalb nur unvollständig gesehen. Aber erfreulicherweise gibt es ja heute die Mediatheken der verschiedenen Sender. Dort habe ich dann die fehlenden Teile nachgeholt und wollte den Beitrag hier als ausgesprochen sehenswert empfehlen. Leider musste ich jetzt feststellen, dass die Videos unter “arte+7″ nur eine Woche lang kostenlos zum Anschauen online sind (daher wohl der Name).
Im Moment scheint es allerdings auf youtube vorhanden zu sein: “Kaufen für die Müllhalde”
Schaut doch mal rein.
Sehr interessant, liebe Uta.
Für mich hat es auch damit etwas zu tun, dass heutzutage nichts mehr wert hat und das überträgt sich manchmal auch auf den Menschen, der oftmals heute auch nichts wert ist. Kein Wunder, dass es so viele Menschen gibt, die depressiv sind. Aber das führt jetzt zu weit, da könnte man unendlich viel drüber reden und schreiben.
Ich finde es auch unmöglich, dass es nicht mehr lohnt, etwas reparieren zu lassen. Neu kaufen ist manchmal echt billiger. Doch so gibt es immer mehr Müll.
Wegwerfgesellschaft eben.
Ich wünsch dir einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße,
Martina