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15. Dezember

15/12/2014

Advents-Knitalong (3)

Am dritten Adventswochenende stand der dritte Teil des Norwegerkissens auf dem Strickplan. Die Muster zusammengestellt und alles perfekt ausgerechnet haben Katrin und Jessica von schoenstricken.de.

 
Norwegermuster für Kissen
 

Jetzt muss ich den Kissenbezug nur noch fertigstellen. Oben werden ich ihn beim Abketten zusammenstricken. Unten weiß ich noch nicht so genau.
Eigentlich soll der Bezug dort einfach zugenäht werden, aber ich möchte mir die Möglichkeit lassen, ihn ohne Füllung waschen zu können.
Vor allem, weil wir ja zwei Kater haben, die gerne auf Gestricktem schlafen.
Reißverschluss? Nee, ist nix für mich.
Ich überlege mir was und zeige es euch dann nächsten Montag.

 
Norwegermuster für Kissen
 

14. Dezember

14/12/2014

Winterlied

 
Winterlied
 

Düster, düster sind die Tage,
ungemütlich, kurz und kalt.
Wind singt seine graue Klage
über Felder in den Wald.

Heult durchs Tal und über Hügel,
streift die Bäche und den See,
friert ihm einen klaren Spiegel,
deckt ihn zu mit frischem Schnee.

Hinterm Fenster steh’ und schau’ ich
ihm bei seinem Treiben zu.
Lächele, denn drinnen wärmt mich
eine Tasse Tee – und du.

 
* * * * * * * * * *

 
Ich gestehe, der Text ist nicht aktuell, sondern von 2012. Aber er passt so gut zum aktuellen Wetter (nur ohne das Frieren), dass ich es nochmal hier präsentieren möchte.

 

13. Dezember

13/12/2014

Kerzen (Aquarell)

 
Lucia

komm und
bring uns
Licht
entzünde eine
Kerze
am besten viele
Kerzen
in dieser Zeit

der kurzen Tage
Ende absehbar
dein Tag war
einst der
kürzeste des Jahres

heutzutage
müssen wir noch
eine Woche warten bis die
Zeit sich wendet

komm und
bring uns Licht
erhelle unsre Räume
unsre Herzen

 

12. Dezember

12/12/2014

Muße muss sein

Ich sitze am Schreibtisch, die Füße hochgelegt, nippe an meiner Teetasse und schaue mir an, welche Muster einige Gegenstände bei Lampenlicht auf die Wand zeichnen.
Ich mache sonst nichts. Ich denke an nichts Besonderes, geschweige denn über etwas nach. Ich habe Muße.

Mir fällt Loriots Knollnasen-Herr ein, der im Wohnzimmer im Sessel sitzt und dessen Frau geschäftig in der Küche hin und her läuft und fragt, was er denn mache. Und die ihn dort nicht einfach sitzen lassen kann, sondern ihn ständig dazu bringen will, etwas Sinnvolles zu tun.

Heutzutage ist unsere Zeit meist minutiös verplant. Nicht nur die Arbeitszeit, auch die Freizeit wird getaktet. Wir versuchen so viel wie möglich in den Tag zu packen, um unsere Zeit optimal zu nutzen. Leerlauf ist verschwendete Zeit, ist Vergeudung und damit negativ.
Die Arbeitswelt, die Kommunikation, alles ist schneller geworden. Eigentlich sollten wir mehr Zeit übrig haben als früher. Aber das Gegenteil ist der Fall.
Ruhephasen werden immer seltener, so dass wir verlernen, uns Auszeiten zu gönnen. Wir haben ein schlechtes Gewissen, wenn wir eine Weile nichts tun, das als nützlich gilt. Und wir haben so viele Möglichkeiten, was wir machen könnten, dass wir von einem zum anderen hetzen, um nur ja keine der ach so tollen Optionen zu verlieren.

Mit all dieser Geschäftigkeit überlasten wir uns, machen uns selber jede Menge Stress.
Unmengen an Ratgebern sind auf dem Markt, die uns zeigen wollen, wie wir unser Leben durch die richtige Organisation in den Griff bekommen. Anscheinend funktioniert das aber nicht, sonst würden nicht immer neue Modelle an den Start gehen.

Inzwischen werden Stimmen laut, dass wir uns nicht besser organisieren müssen sondern anders. Der schöne alte Begriff “Muße” taucht wieder in der Diskussion auf.
Wir brauchen Muße, also Zeit, die wir ohne Plan im Hier und Jetzt verbringen. Dabei können wir uns dem Nichtstun hingeben oder der Beschäftigung mit etwas, zu dem wir Lust haben, ohne über Sinn und Zweck dieser Tätigkeit nachzudenken. Selbstbestimmtheit und Hingabe gehören zur Muße. Muße lässt uns bei uns selber sein, fährt unser Tempo runter, sorgt für Regeneration.

In diesem Sinne nutze ich die Adventszeit. Ich lerne, mir Muße zu gönnen. Ich erlaube mir, mich mit Strickzeug oder Basteleien zu beschäftigen, obwohl der Keller aufgeräumt oder die Schränke ausgemistet werden müssten. Vielleicht kommt der Moment, an dem ich das Aufräumen oder Ausmisten als Muße empfinde, weil ich Lust dazu habe und mich ganz darauf einlassen mag. Dann ist es gut so.

Und wenn nicht?
Dann sitze ich am Schreibtisch, die Füße hochgelegt, nippe an meiner Teetasse und schaue mir an, welche Muster einige Gegenstände bei Lampenlicht auf die Wand zeichnen.

 

11. Dezember

11/12/2014

Die verschwundene Weihnachtsglocke (2)

“Und das sagt ihr mir erst jetzt?”
Waltram, der Oberhofwichtel, donnerte mit beiden Fäusten auf seinen Eichenschreibtisch. Der Federkiel im Tintenfass hüpfte, Papierbögen segelten auf den Boden. Waltram kümmerte sich nicht darum.
“Warum bin ich nicht sofort informiert worden, dass die Weihnachtsglocke unauffindbar ist?” Er blickte von Wiegolf zu Elisa und zurück, die Falte zwischen seinen Augenbrauen vertiefte sich.
Wiegolf öffnete den Mund, schloss ihn wieder und zog den Kopf ein. Elisa legte ihm die Hand auf die Schulter und schwebte ganz ruhig vor Waltram.
“Unauffindbar ist sie ja erst jetzt”, erklärte sie. “Jetzt, nachdem wir den ganzen Hof abgesucht haben. Vorher war sie nur nicht an ihrem Platz.”
Sie landete und sah Waltram geradewegs in die Augen.
“Mir ist klar, wie dramatisch die Situation ist. Schließlich sind es nur noch knapp drei Wochen bis Weihnachten. Leider haben wir keine Ahnung, seit wann die Glocke verschwunden ist. Das macht die Suche so schwierig. Wenn nicht unmöglich.”
“Unmöglich?” Waltram lief rot an. “Nichts ist unmöglich.”
Wieder schlug er mit der Faust auf den Tisch. Das Tintenfass kippte um und die nachtblaue Tinte malte eine Sternenpfütze auf das helle Eichenholz.
Waltram schnaubte, doch Elisa schnippte nur mit dem Finger und die Tinte zog sich ins Fass zurück, als hätte man einen Film rückwärts laufen lassen.
“Die Hilfswichtel haben den ganzen Hof durchkämmt, sämtliche Werkstätten, haben mit allen Wichteln, Zwergen und Elfen gesprochen. Keiner hat die Glocke gesehen.”
Waltram kratzte sich am Hinterkopf und schob dabei seine Zipfelmütze übers linke Ohr.
“Mir fällt da etwas ein. In der Nacht zum ersten Dezember war ich in der Kammer, weil ich die Adventskalenderuhr aufgezogen habe. Der Mond schien durch das Fenster und ich erinnere mich, dass die Sterne auf der Glocke geglitzert haben. Da muss sie also noch in der Vitrine gewesen sein.” Er hob die Augenbrauen. “Das grenzt den Zeitraum ein, um den wir uns kümmern müssen.”
Elisa applaudierte leise und Wiegolf seufzte erleichtert.
“Dann kann es kein Fremder gewesen sein”, sagte er. “Nach dem 30. November war keiner von auswärts auf dem Hof. Und alle Wichtel, Zwerge und Elfen hatten Ausgangssperre wegen der Adventsarbeit.”
“Aber dann muss die Glocke doch noch hier sein.” Waltram rückte seine Zipfelmütze gerade und lehnte sich vor. “Irgendwo muss sie sein. Irgendwo auf dem Hof.”
Elisa nickte. “Auch wenn wir sie nicht gefunden haben, sie muss da sein.”
Eine verzwickte Situation. Die drei schwiegen eine Weile, weil alles gesagt war.
Schließlich räuspere sich Waltram.
“Es gibt nur eine Lösung. Wir müssen IHN holen.”
Elisa bekam große Augen. Wiegolf sah verständnislos zwischen der Elfe und dem Oberhofwichtel hin und her.
“Wen holen?”
“Den Schrat”, sagte Elisa und Waltram nickte. “Holmes, den Schrat.”

(Fortsetzung folgt.)

 

10. Dezember

10/12/2014

Mittwochs-Malerei (2)

Ein neuer Versuch mit feuchtem Papier und Aquarellfarben, Station 1:

 
Mittwochs-Malerei (2)
 

Hier mussten einfach Boote her, Station 2:

 
Mittwochs-Malerei (2)
 

“Boote am Meer” (Aquarell und Fineliner auf Papier, 24 x 30 cm)

9. Dezember

09/12/2014

Weihnachtspost

Vor einer Weile schon habe ich Briefkarten hergestellt aus selbstgeschöpftem Papier und abstrakten Aquarell-Elementen.
Jetzt habe ich die Sterne (nicht ganz korrekte Fröbelsterne), die ich letztens aus Papierstreifen gefaltet hatte, auf die Karten geklebt.
Die ersten sind schon unterwegs mit Grüßen in den Advent.

Eine Auswahl aus der Kartenproduktion seht ihr hier:

 
Weihnachtskarten, selbstgemacht
 

Ab damit zum creadienstag.

 

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