Kein Wetter für den Schreibtisch

Sondern Wetter für den Garten, der viel zu lange auf mich warten musste.

In den letzten zwei Wochen habe ich einige Stunden mit Gartenarbeit verbracht. Zuerst die Haselnussbüsche zum Weg hin kräftig gestutzt und den Kompostplatz aufgeräumt. Komposterde umsetzen, die Kompostkisten leeren, damit ich all das Unkraut, das ich aus den Beeten zu entfernen plane, auch unterbringen kann.

Inzwischen sind zwei größere Beete und zwei kleine wieder ansehnlich und heute habe ich mich durch einen Bereich gewühlt, der weitgehend neu angepflanzt werden muss. Hinter dem Maschendrahtzaun liegt die Wiese eines Bauern und von dort schleicht sich immer wieder Gras und kriechendes Unkraut in mein Beet. Vorletztes Jahr habe ich als leichten Schutz dort Forsythien, Hainbuchen und Eiben gesetzt, die ich als Sämlinge in anderen Beeten gefunden und in Töpfen aufgezogen hatte.

Und jetzt? Die drei Hainbuchen steckten nur noch locker im Boden, weil Wühlmäuse ihre kräftigen Wurzeln abgenagt hatten. Zwei Eiben sind von einem Rehbock gefegt worden, übrig geblieben sind Stummel von ca. 30 cm Höhe, die ich mit der dritten Eibe zu einer kleinen Gruppe zusammengepflanzt habe. Nur die Forsythien, die wollte wohl keiner, und so blühen sie immer noch und treiben langsam ihre Blätter aus.

Den Abend werde ich jetzt mit einem heißen Körnerkissen im Rücken und hoch gelegten Füßen vor dem Fernseher verbringen. Mal sehen, ob ich anschließend noch aufstehen kann, und wie es mir morgen geht.

Aber das Gefühl, eine ganze Menge heftige Arbeit geschafft zu haben, ist einfach großartig!

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4 Gedanken zu “Kein Wetter für den Schreibtisch

  1. Das finde ich immer wieder eigenartig, liebe Uta. Nach der Gartenarbeit ist mein Rücken erst mal zu nix mehr zu gebrauchen und trotzdem fühle ich mich nach getaner Gartenarbeit großartig. 🙂
    Ich habe auch schon den Garten ein wenig auf Fordermann gebracht. Aber bei mir ist das nicht soo viel Arbeit wie bei dir, weil der Garten winzig ist und es da nicht so viel zu machen gibt.

    Liebe Grüße,
    Martina

    1. ich glaube, das liegt einerseits daran, dass man sieht, was man geschafft hat
      und vor allem an der Natur, mit der man sich beschäftigt
      ich schwatze immer mit dem Grünzeuge, wenn ich im Dreck wühle – keine Ahnung, was andere denken, wenn sie mich hören 😉

      lieben Gruß
      Uta

  2. Wie gut ich dich verstehe. Nachdem ich meine Fenster nun frühlingsfrisch habe und der Garten wieder halbwegs ‚bewohnbar‘ ist, muss abends das Heizkissen ran.

    Aber das schöne Wetter wollte genutzt werden.
    Und es hat sich gelohnt.

    Gute Besserung und einen schönen Wochenbeginn.
    LG Anna-Lena

    1. Fenster? Oh ja, unsere haben es auch nötig. Mal sehen, wann dazu Zeit ist. Und vor allem Wetter, weil ich bei Sonnenschein garantiert nicht für Putzstreifen sorgen.

      Der Rücken hat sich übrigens sehr schnell erholt, so ein heißes Kissen wirkt Wunder.
      Ich hoffe, bei dir ist auch alles im Lot.

      Lieben Gruß in die neue Woche
      Uta

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