Sammeln? Ich? – Ich doch nicht!

Das dachte ich zumindest im ersten Moment, als ich auf das Thema stieß.
Bei mir finden sich weder Porzellanschweine in allen Größen und Formen noch Igel, Elefanten oder Mäuse. Katzen nur ein paar, fünf oder sechs – das zähle ich noch nicht zu echter Sammelei. Sie stehen in der Vitrine bei den Espressotassen.

Stimmt, davon habe ich allerdings schon einige mehr. Die habe ich mal gesammelt, aber auch alle benutzt. Sammeln nur zum Verstauben-lassen, das wäre nichts für mich. Jetzt steht die alte Espressomaschine ungenutzt im Keller und die Tassen dekorativ in der Vitrine. Vielleicht sollte ich mal einen guten (natürlich fairen) Espresso kaufen und alles reaktivieren.

Als mein Blick von der Küchenvitrine abschweifte zum Regal daneben, spürte ich, wie meinen Ohren rot wurden. Ich sammele ja doch etwas, seit vielen Jahren schon: Rezepte !
Einerseits in Form von Kochbüchern, von denen rund 100 in der Küche und in einem Regal im Arbeitszimmer stehen. Ich liebe Bücherwühltische und irgendwas findet sich dort immer. Außerdem macht es Spaß, aus dem Urlaub regionale Kochbücher mitzubringen: Bretonische oder Catalanische Küche aus Frankreich, Andalusische Tapas, englische Klassiker und dänische Leckereien. Natürlich in Landessprache. Alles versteht man nicht, aber die Bilder sind appetitlich und mit Wörterbuch kommt man schon recht weit.
Andererseits stehen im Küchenregal mehrere Din-A5-Ordner – die dicken mit dem 8-cm-Rücken – vollgestopft mit Rezepten, sortiert nach Kategorien von Fleisch und Fisch über Gemüse, Salat, und Suppen bis zu Kuchen, Kleingebäck und Desserts. Und noch allerlei andere Rubriken. Gefunden in Zeitschriften, bei FreundInnen, im Fernsehen (früher noch vom Videotext abgeschrieben). Abgetippt, ausgedruckt und abgeheftet. Und vieles davon auch ausprobiert. Manches schmeckte „interessant“ – sprich: muss man nicht wieder machen – anderes ist in unseren Alltag gewandert, wieder anderes geriet leider nach dem ersten Mal in Vergessenheit.
Und dann gibt’s noch die Ordner auf dem PC, in dem die pdf-Dateien von ARD-Buffet und Service-Zeit „Essen und Trinken“ gespeichert sind. Auch hier nur weniges ausprobiert, aber trotzdem gesammelt und aufbewahrt.

Ich kann mich also doch nicht ausnehmen vom urzeitlichen Sammeltrieb. Horten, häufen, hamstern. Wer weiß, ob man das nicht irgendwann braucht.
Früher habe ich regelmäßig neue Rezepte ausprobiert. Mindestens eins pro Woche. Vielleicht sollte ich das mal wieder anfangen. Kann spannend werden.
Und eigentlich haben wir das nach dem Urlaub auch schon gemacht. Mit Erfolg. Ich glaube, ich sollte mein Rezepte-Blog mal reaktivieren.

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