Fotografie

 

Ein Mensch hat – tief in sich versteckt –
den Drang zum Fotograf entdeckt.
Er liebt es, Bilder anzusehen,
will einen Schritt nun weitergehen,
will fortan Bilder selbst gestalten:
Im Urlaub Landschaften festhalten,
die Menschen um sich porträtieren,
Erinnerungen konservieren.

Zuerst wirft unser Mensch den Blick
voll Neugier in der Zeit zurück.

Vor über hunderfünfzig Jahren
fand man in Frankreich ein Verfahren
für Bilder, detailliert wie nie:
genannt Daguerreotypie.
Die Kupferplatte wird beschichtet
mit Silber, dann wird sie belichtet,
entwickelt und das Bild fixiert,
dass das Motiv sich nicht verliert.

Technischer Fortschritt brachte viel,
der Fotograf wurde mobil.
Ob Rollfilm, Kleinbild, das Prinzip
„Belichten und Entwickeln“ blieb.
Noch Abzüge, damit man dann
im Fotoalbum blättern kann.
Doch dabei bleibt die Zeit nicht stehn,
wird immer neue Wege gehn.

Alt-analog – das war einmal.
Inzwischen sind wir digital!
Gesammelt wird auf Speicherkarten,
auf Bilder muss man nicht mehr warten,
betrachtet sie am Monitor.
Dem Menschen kommt das kritisch vor.
Wer weiß, ob diese Fotos eben
so lang wie früher überleben.

 

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