Im Garten war Sommer – und Arbeit

Der erste September – ein wunderschöner Sommertag: blauer Himmel, Sonnenschein, ab und zu ein paar Wolken, aber immer angenehme Wärme. Bestes Wetter für ausgiebige Gartenarbeit. Vor allem, nachdem gestern Regen den Boden gut angefeuchtet hatte.

Letztes Jahr hatte ich im Vorgarten viele Stauden ausgebuddelt, durch Teilen verjüngt und neu gesetzt. Das Unkraut dazwischen ließ sich auf diese Weise auch gründlich entsorgen.
Im eisig kalten Winter ist mir glücklicherweise fast nichts erfroren, der Frühling ließ sie austreiben und nebenbei auch jede Menge Sämlinge erscheinen. Über einige habe ich mich sehr gefreut.
Frauenmantel ist ja regelrechtes Unkraut, aber ich hatte so viele überalterte Pflanzen dem Kompost ausgeliefert, dass ich einige frische gebrauchen kann.
Außerdem hat unsere Prachtscharte (Liatris spicata) zum ersten Mal jede Menge Jungvolk um sich geschart, schmale Blättchen, die auf den ersten Blick wie Gras wirken.
Und dann keimten noch kleine Pflänzchen mit rundlichen Blättern, die ich beim zweiten Blick für Schlüsselblumenwinzlinge erklärte.
Vor unserem Urlaub war all dieser Nachwuchs noch so klein, dass an Umpflanzen nicht zu denken war. Also auch nicht an Unkraut jäten, denn das keimte natürlich genauso fröhlich und wuchs meist schneller als die ersehnten Pflanzen.

Nach dem Urlaub: Im Vorgarten konnte ich kaum den Erdboden erkennen. Jungpflanzen und Unkraut hatten die ungestörte Zeit genutzt und einen grünen Teppich gebildet.

 
Und die Zuckerhutfichte im Vorgarten, über deren Schicksal wir schon seit dem letzten Jahr nachdachten, hat uns die Entscheidung abgenommen. Sie zeigt sich untypisch herbstbraun, war also fällig.

 
Wenn’s ums Grobe geht, ist Holger zur Stelle. Mit der Astschere rückt er zuerst den Zweigen zu Leibe. Wir staunten nicht schlecht, welch dicke Nadelschichten im Inneren der Zuckerhutfichte auf den trockenen Zweigen lagen.

 
Nach und nach machte Holger aus der Fichte eine „Palme“.

 
Und schließlich hat er den Stamm des mindestens 40 Jahre alten Baumes in handliche Brocken gesägt. Den unteren Meter hat er stehen gelassen. Im nächsten Frühjahr werde ich versuchen, die Rinde zu entfernen und aus dem Stammrest ein „Kunstwerk“ zu machen. Oder zumindest einen ansehnlichen Ständer für ein solches.

 
Der Vorgarten ist viel lichter geworden, die verbleibenden Sträucher (Eibe, Rhododendron, Gartenheidelbeeren) werden es mit gutem Wachstum danken.
Und währenddessen habe ich einen großen Teil des Vorgartens „bereinigt“. Von verschiedenen Stauden habe ich reichlich Ableger gesammelt und „zwischengelagert“, das Unkraut ist auf dem Kompost gelandet und nach zweieinhalb Stunden Arbeit mit krummem Rücken habe ich beschlossen: Für heute reicht’s.
In der nächsten Woche gibt es auch noch schöne Tage, da wird der Rest erledigt.

 

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2 Gedanken zu “Im Garten war Sommer – und Arbeit

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