Die Enden der Welt

Wenn wir mit unserem Wohnmobil unterwegs sind, suchen wir immer wieder „äußere Zipfel“, wo die Welt zumindest ein bisschen zu Ende ist. Sei es, dass da einfach nur eine Halbinsel ins Meer ragt, sei es, dass das Ende auch so heißt, wie das Département Finistère in der Bretagne oder das Cabo Fisterra in Galicien.
Auch auf unserer Schottland-Tour werden wir wieder an Ränder und Enden Europas gelangen, deshalb musste ein Buch ins Reisegepäck, das schon eine Weile im Regal liegt:
Roger Willemsen: Die Enden der Welt

Der Publizist und Fernsehmoderator ist sein Leben lang durch die Welt gereist, hat sich in unterschiedlichsten Regionen und unter unterschiedlichsten Bedingungen bei den Menschen aufgehalten. Von diesen Reisen aus dreißig Jahren erzählt er in 22 Essays, von der Eifel bis Hongkong, vom Kap der guten Hoffnung bis zum Nordpol.
Diese „Enden der Welt“ sind nicht nur geografische Enden, oft sind es auch persönliche Endpunkte, die sagen: Bis hierhin und nicht weiter.

Ich habe schon einige Bücher von Roger Willemsen gelesen. Immer wieder ärgere ich mich über seinen Schreibstil, der so wortgewaltig ist, dass er mich fast erschlägt. Der aus dem Vollen einer breiten und tiefen humanistischen Bildung schöpft und das auch dem Leser zeigt. Der hinterfragt, interpretiert, manchmal fast arrogant kommentiert.
Und immer wieder nehme ich ein neues Buch von ihm in die Hand, weil er mich auch fasziniert, weil er mich mitnimmt auf die Reisen, zu den Begegnungen und zu seinen Gedanken. Und dieses Mal war es besonders spannend, farbig und anregend, so dass ich mich mit dem Lesen viel leichter getan habe.
Ich kann das Buch deshalb uneingeschränkt empfehlen.

Roger Willemsen: Die Enden der Welt
Frankfurt: Fischer Taschenbuch Verlag 2011

 

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2 Gedanken zu “Die Enden der Welt

  1. Den Autor werde ich mir merken.
    Mir gefällt es immer wieder, wie ihr eure Reisen mit dem Wohnmobil macht. Es ist eine besondere Form der Unabhängigkeit, gepaart mit Abenteuer und Entdeckungsreise.

    LG Anna-Lena

  2. Seltsam, dass du immer wieder etwas von ihm liest, obwohl dir der Schreibstil offenbar nicht zusagt, liebe Uta. 🙂 Dann müssen die Themen schon sehr interessant sein. Bei mir ist es leider so, dass ich mich nicht auf das Thema konzentrieren kann, wenn es zu langatmig oder langweilig geschrieben ist. Dann schalte ich automatisch ab. Das war schon in der Schule ein Problem für mich. 😳 Dann lese ich eine Stelle zehnmal und nehme nichts davon auf. Die Türe im Gehirn ist dann offensichtlich geschlossen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

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