Reiseimpressionen Schottland (3)

Edinburgh

Großstadt, zweitgrößte Stadt des Landes, Hauptstadt seit dem 15. Jahrhundert, Touristenmagnet, vor allem im August – und wir mittendrin. Ein Tag Stadtbummeln muss sein, gleich am Anfang des Urlaubs, danach soll es ruhiger werden.

Wir starten am Holyrood Palace, dem Wohnsitz der Queen in Schottland, und damit am unteren Ende der Royal Mile. Diese Folge von Straßen zieht sich durch den alten Teil Edinburghs bis hinauf zur Burg.

 

 

 
Die Royal Mile ist gesäumt von hohen Häusern; viele haben eine lange, zum Teil gruselige Geschichte. So auch „Deacon Brodies Tavern“, ein Pub, benannt nach einem schottischen Tischler aus dem 18. Jahrhundert, der ein Doppelleben als nächtlicher Einbrecher führte. Er gilt als Inspiration zu Robert Louis Stevensons Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hide.

 

 

 
Beidseitig der Royal Mile finden sich schmale Durchgänge zu Hinterhöfen oder Straßen, die als „close“, „court“ oder „wynd“ bezeichnet werden. Einige sind vergittert und geschlossen, andere locken zum Hineinschauen und Hindurchspazieren.

 

 

 
Edinburgh Castle überblickt die Stadt vom Burgberg aus und ist eine kleine Stadt für sich.

 

 
Wir bummeln nach oben, wollen die Burg besichtigen. Der Besucherstrom schiebt sich durchs Tor, die Schlange vor dem Ticketschalter wirkt endlos und die Vorstellung, uns durch die Besichtigung schieben zu lassen, schreckt uns ab. Laut Reiseführer gehört zu einem Besuch in Schottlands Hauptstadt unbedingt die Burg mit ihren verschiedenen Museen, aber wir beschließen, Kulturbanausen zu sein und drehen um.

 

 
Also wieder abwärts, dieses Mal über steile Treppen, und in ein weiteres altes Viertel mit hübschen Geschäften.

 

 

 

Gleich um die Ecke findet sich der Greyfriars Churchyard, ein alter Friedhof mit hohen Bäumen, verwitterten Grabsteinen und viel Ruhe inmitten der Granithäuser.

 

 
Unterhalb des Burgbergs mit seinem Park verläuft die Princes Street, die Haupteinkaufsstraße Edinburghs. Hier steht aus das älteste Kaufhaus Großbritanniens (wenn ich das richtig verstanden habe): Jenners.

 

 
In Edinburgh finden sich allerdings nicht nur alte und ganz alte Gebäude. Das Schottische Parlament residiert seit 2004 im neuen Gebäude gleich gegenüber Holyrood Palace.

 

 

 
Auch kulturell ist in Edinburgh jede Menge los. Weltbekannt ist vor allem das Edinburgh Festival im August mit dem Military Tattoo, einem Musikfestival auf der Burg, und dem Fringe Festival, Theater- und Comedy-Aufführungen überall in der Stadt.
Auf der Royal Mile werben vor allem junge KünsterInnen in Kostümen mit ihren Flyern um Besucher.

 

 

 

 
Uns wird der Trubel zu viel und wir flüchten uns auf den Calton Hill, um noch einen Blick über die Stadt zu werfen. Dann geht’s zurück zum Wohnmobil und weiter nach Perth.

 

 

Advertisements

5 Gedanken zu “Reiseimpressionen Schottland (3)

  1. Mein kleiner Patient hat mir auch von Edinburgh erzählt, natürlich anders. Du zeigst mir nun die Bilder dazu – ich genieße….!

    ..grüßt dich Monika

  2. ach, wie ich deine reiseberichte mag! man ist irgendwie mitten dabei. weil alles so schön zusammenpasst, beschreibung und fotos!
    danke wieder mal für meine bequeme mitreise vom sofa aus *gg*

    lg lintschi

  3. Die alten Bauten faszinieren mich immer wieder. Da steckt soviel Berechnung, Kraft und Schweiß drin und es scheint, als halten sie für die Ewigkeit.

    Gute-Nacht-Grüße
    Anna-Lena

  4. Edingburgh: Wie schön! Genau diese Straßen bin ich auch entlang gegangen, ist aber schon fast 10 Jahre her. Es ist eine wirklich faszinierende Stadt!
    LG
    Sabienes

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s