E wie Ehrenamt

 
Nein, ich habe nicht das Stichwort „Engel“ gewählt, auch wenn es für dieses Alphabet nahe gelegen hätte.
Ich habe einen Blick in den Kalender geworfen und dabei festgestellt, dass der 5. Dezember seit 1986 der „Internationale Tag des Ehrenamtes“ ist.

Ehrenamt – früher dachte ich immer: Das sind die bei der freiwilligen Feuerwehr oder die „Grünen Damen“ im Krankenhaus oder manche Entwicklungshelfer
Ehrenamt – früher dachte ich: Das ist nichts für mich, Krankenhaus oder Altenheim oder so.

Ehrenamt – jetzt weiß ich: Der Begriff fasst viel mehr, wird heute eher mit „Freiwilligenarbeit“ oder „Bürgerschaftlichem Engagement“ umschrieben und bezieht sich auf alle Bereiche unseres Lebens.
Als aktives Mitglied im Vorstand unseres Dorfvereins bin auch ich ehrenamtlich tätig, das ist mir irgendwann aufgegangen. Ich setze Zeit und Energie ein, um etwas für unser Dorf, für die Gemeinschaft zu tun.
Und so gehöre ich zu den (laut Wikipedia) ca. 70 Prozent der Menschen über 14 Jahren in Deutschland, die sich freiwillig für das Gemeinwohl engagieren.

70 Prozent, das ist eine Menge. Und ohne all die Ehrenämtlerinnen und Ehrenämtler würde es in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens nicht funktionieren. Caritative Einrichtungen, Hilfsorganisationen, Natur- und Umweltschutz, Jugendarbeit, Sport und Kultur – überall werden Menschen gebraucht, die sich unentgeldlich (oder nur für eine kleine Aufwandsentschädigung) um all die Aufgaben kümmern, die sonst aus Geldmangel unter den Tisch fallen müssten. Unser Alltag wäre um vieles ärmer.

Auf der anderen Seite finde ich das Engagement auch persönlich bereichernd.
Wenn ich z.B. sehe, wie sich die älteren Damen bei unserem „Treffpunkt Kaffeetafel“ einmal im Monat freuen, einander zu treffen, bei Kaffee und Kuchen zu schwatzen, auch mal Witze zu erzählen oder gemeinsam zu singen, dann weiß ich, dass die Zeit für die Vorbereitung gut genutzte Zeit war.
Wenn ich die Homepage unseres Dorfes aktualisiere, kleine Berichte, Ankündigungen oder Fotoalben von Veranstaltungen erstelle und einbinde, dann weiß ich, dass ich ein bisschen dazu beitrage, die Menschen in unserem Tal zusammenzubringen.
Und auf diese Weise konnten wir uns auch im Dorf integrieren, nachdem wir zugezogen waren.

In Zeiten, die scheinbar immer egoistischer werden, gibt es so viele Menschen, die sich für andere engagieren, ohne dabei auf ihren Vorteil zu schauen. Das gibt Hoffnung.
Und das passt auf jeden Fall in die Adventszeit.

 

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2 Gedanken zu “E wie Ehrenamt

  1. Das Gute wird nur oft nicht gezeigt, liebe Uta. Schön, dass du es mal erwähnst. Es gibt viele liebe hilfsbereite Menschen. Darüber sollte viel öfter berichtet werden, das bringt Hoffnung ist die Herzen der Menschen.

    Liebe Grüße,
    Martina

  2. Ja, wer selbstlos von seiner Zeit verschenkt, um anderen zu helfen und Freude zu bereiten, erfüllt wohl den Adventsgedanken besonders schön.

    Liebe Grüsse,
    Brigitte

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