Auf nach Ungarn (2)

Abends in Passau

Wir sitzen unter dem großen Schirm auf der Terrasse eines griechischen Restaurants. Unter dem Schirm, weil die Meteorologen Regen, eventuell sogar Gewitter angekündigt haben und in der Ferne eine Wand aus dunklen Wolken steht.
Auf unseren Tellern duften Gyros, gegrillte Leber und Lammkoteletts neben fritierten Kartoffelscheiben und buntem Salat.
Wir genießen diesen Abend, der fast sommerlich wirkt, nachdem wir einen langen Tag auf der Autobahn verbracht haben, über 600 Kilometer. Am Beginn des Urlaubs ertragen wir solch eine weite Strecke, Hauptsache los und weg, danach werden die Etappen deutlich kürzer. Schließlich sind wir unterwegs aber nicht auf der Flucht.
Übernachten werden wir auf einem Stellplatz, der ganz nahe der Altstadt liegt, wo die „schwarze“ Ilz in die Donau mündet. Eigentlich nur ein Parkplatz, aber für diesen Abend genug.
Die dunklen Wolken ziehen seitwärts vorbei, der Abend bleibt freundlich. Wir genehmigen uns ein weiteres Bier und schauen der Donau beim Strömen zu. Passau, die Drei-Flüsse-Stadt. Ilz und Inn münden am spitzen Ende der Altstadt in den großen Fluss, der weiter nach Osten zieht, wie auch wir am nächsten Tag weiterziehen werden.
Ein ruhiges, kraftvolles Fließen, kaum Strudel, keine Wellen, nur ein paar Schlieren, die die Bewegung des Wassers zeigen.
Ich sauge diese Ruhe und Kraft auf und wünsche mir, dass sie mich durch den Urlaub tragen möge.

 

 

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