Meine tägliche Portion Kreativität

Inzwischen bin ich fest davon überzeugt: Kreativität ist rationiert. Für jeden Tag gibt es nur eine bestimmte Menge davon. „Rationiert“ soll dabei keinen Mangel anzeigen. Eine Ration kann ganz schön groß sein. Aber wenn sie aufgebraucht ist, ist eben finitio.
Im Schlaf sammelt sich ganz gemächlich die Portion für den nächsten Tag. Viel Schlaf heißt bei mir auch viel Kreativität. Deshalb habe ich im Urlaub deutlich mehr Ideen als im Alltag.

Wie ich meinen Kreativitätsvorrat im Laufe des Tages nutze, ist meine Sache. Ich kann schreiben oder malen. Kann einen Webdesign-Auftrag bearbeiten oder Weihnachtskarten gestalten. Ich kann Strickmuster entwickeln oder verrückte Ideen ausbrüten. Alles hat seine Zeit. Und währenddessen fließt die Kreativität und fließt und fließt davon.
Für diesen Tag.

Diese Erkenntnis habe ich im Laufe der letzten Wochen und Monate gewonnen.
Ich wollte schreiben, aber weil ich gemalt habe, war der Pool leer.
Ich wollte malen, doch weil ich so viel webdesignt habe, war die Schöpferkraft erschöpft.
Ich wollte Ideen für ein Buchcover entwickeln, doch zuerst musste eine Sommeraufgabe für unsere SchreibWerkstatt gefunden werden (heute Abend haben wir das letzte Treffen vor den Ferien).

Seit ich das für mich akzeptiert habe, mache ich mir keinen Druck mehr.
Ich muss nicht unbedingt schreiben.
Ich muss nicht unbedingt malen.
Ich möchte einfach jeden Tag etwas Kreatives machen. – Und das tue ich auch.

Ich weiß nicht, ob ihr ähnliche Erfahrungen habt. Ich würde mich freuen, wenn ihr sie mit mir teilt.

Eure Uta

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6 Gedanken zu “Meine tägliche Portion Kreativität

  1. Liebe Uta, ich habe neulich jetzt mal deinen Blog abonniert und so erfahre ich immer zeitnah, wenn es bei Dir Neuigkeiten gibt!
    Jaja, das mit der Kreativität ist so ne Sache! Meine Empfehlung: Mach dir keinen Stress! Lass die Dinge laufen, aber lass sie nicht schleifen!

    Ich habe vergangene Woche das erste Bild seit 1,5 Jahren gemalt. Ok, nun bin ich ja auch im Ausnahmezustand auf meinem Inselchen (höhö), aber die Zeit war eben vorher nicht reif. Nun bin ich jedoch zum Glück wieder drin … mit meinen Polychromos (jaja, musste mich erstmal wieder „einmalen“).

    Beste Grüße – die Gisi

    1. Liebe Gisi,
      das freut mich. Und jetzt wird es auch wieder regelmäßig Neues geben.
      Stress mache ich mir nicht mehr. Im Gegenteil: Die Überlegungen zur Kreativität haben mir den Stress genommen.

      Schön, dass du wieder zum Malen kommst. Ich mag deine Bilder sehr. Vielleicht zeigst du sie auch mal auf deinem Blog.

      Lieben Gruß
      Uta

  2. Kreativität fließt und die Richtung bestimmen wir. Ich habe mir den Druck schon lange genommen, denn der behindert mich nur. Handarbeiten ist weniger mein Ding und wenn, dann lasse ich das für Winterabende. Malen kann ich gar nicht.
    Momentan genieße ich meine Ferien, lese viel, bin viel unterwegs, treffe Freunde und erhole mich einfach.

    Wenn das Wetter sich ändert, sitze ich vielleicht wieder mehr am PC und warte ab, wohin mich meine Kreativität führt.

    Einen lieben Gruß,
    Anna-Lena

    1. Die Ferien genieße ich auch, vor allem, weil ich jetzt keine festen Termine habe und die Zeit für viele schöne Dinge nutzen kann.

      Was die Kreativität angeht: Ich weiß nicht, ob ich die Richtung immer so bestimme. Manchmal scheint mir die Muse arg sprunghaft und ich muss ihr folgen, will ich nicht auf dem Trockenen sitzen. 😉

      Schönen Sommer und liebe Grüße
      Uta

  3. Da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht, dass Kreativität rationiert sein könnte. Bei mir sprudelt sie manchmal über und dann ist auf einmal gar nichts da. Das ist irgendwie typisch für mich. Auch in anderen Bereichen. Ganz oder gar nicht. 🙂
    In einem gebe ich dir auf jeden Fall recht. Hauptsache kreativ, egal ob es gerade Schreiben, Zeichnen oder Fotografieren ist.

    Liebe Grüße,
    Martina

    1. das Gefühl hatte ich auch längere Zeit: Sprudeln und Versiegen
      aber dann habe ich meine „interne Definition“ von Kreativität erweitert und siehe da: ich habe auch in den scheinbar lahm gelegten Zeiten kreative Dinge getan, habe sie nur zuerst nicht als solche angesehen

      vielleicht ist die „Rationierung“ ja auch nicht bei jedem Menschen auf eine tägliche Portion festgelegt, sondern die Zeiträume sind variabel 😉

      lieben Gruß
      Uta

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