Gelesen – gelesen (1)

Über ein Jahr habe ich mich mehr mit Sachbüchern als mit Romanen beschäftigt. Der eine oder andere Krimi – gerne auch als E-Book – war Bettlektüre, aber tagsüber haben es mir ganz andere Themen angetan.
 

 
Das hier sind nicht alle, aber es sind die, über die ich ein bisschen erzählen möchte.
Keine Sorge, nicht auf einmal sondern nach und nach. Und erstmal nur ein Überblick.

Wie hat es angefangen?
Eine Freundin hat mich auf eine Bewegung aus Großbritannien aufmerksam gemacht (das war lange vor dem Brexit-Votum), die sich weltweit ausbreitet:

Transition Town Bewegung
Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen arbeiten an einer „Stadt im Wandel“, um Gemeinden resilient, also widerstandsfähig, zu machen für Zeiten knapper werdender Ressourcen. Dazu gehört u.a. die Stärkung der lokalen und regionalen Wirtschaft.
Wen das interessiert: Es gibt einen offiziellen Film darüber auf YouTube:
In Transition 2.0 (deutsche Untertitel möglich)
Anstifter der Bewegung ist Rob Hopkins, dessen Buch „Einfach jetzt machen“ ihr im Stapel als zweites von unten seht.

Wirtschaft. Ich bin ein neugieriger Mensch, wenn ich auf Dinge stoße, von denen ich noch nichts oder nur wenig weiß. Und ein solches „Ding“ war das Thema Wirtschaft, Ökonomie.
Weder Betriebswirtschaft noch Volkswirtschaft haben mich früher interessiert (wo ist der Unterschied?). Aus den Nachrichten kannte ich Begriffe wie Wirtschaftswachstum, Märkte, Rezession, Inflation, ohne wirklich zu verstehen, wie das ganze funktioniert bzw. funktionieren soll.
Ich habe mich zwar gewundert oder geärgert über das Verhalten vieler Firmen und Konzerne, über ihren Umgang mit Mitarbeitern, mit der Umwelt, habe hier und da für mich Konsequenzen gezogen (bei denen kaufe ich nichts mehr), es hat aber nicht gereicht, um mich mit dem Thema Ökonomie näher zu beschäftigen.

Doch jetzt hatte ich einen Anknüpfungspunkt: Wenn Ressourcen endlich sind – was auf einem endlichen Planeten eigentlich logisch ist -, dann kann eine Wirtschaft doch nicht immer weiter wachsen, sagte mir mein Verstand. Es wird aber immer behauptet, dass das nötig sei, damit sie nicht zusammenbricht.
Ich musste mich informieren.
Aus unserer Stadtbibliothek holte ich mir „VWL für Dummies“, um einen Überblick zu bekommen über Mikro- und Makroökonomie, über das, was allgemein so gelehrt wird. Wie funktionieren Märkte? Wie ist das mit Angebot und Nachfrage? Wie entwickeln sich Preise? Und warum muss Wirtschaft wachsen?

Und dann las ich die anderen beiden Bücher am unteren Ende meines Bücherstapels:
Tim Jackson: „Wohlstand ohne Wachstum“ und
Niko Paech: „Befreiung vom Überfluss“ (dazu hatte ich schon mal hier kurz geschrieben)

Wenn man sich mit einem Thema beschäftigt, stößt man auf einen Namen, einen Autor, auf Begriffe, auf andere Namen, auf Bücher, auf Vorträge im Internet, auf Gespräche in den Mediatheken der TV-Sender (meist öffentlich-rechtlich).
Da zeigen sich Verbindungen zwischen Menschen, zwischen Themen, baut sich ein Netz auf, weitet sich aus und verzweigt sich mehr und mehr.

Nächste Namen auf der Liste:
Barbara Muraca: „Gut leben“ und – ganz wichtig! –
Christian Felber: „Gemeinwohl-Ökonomie“

Was mich vor allem fasziniert hat:
Auf YouTube findet man ganz viele spannende Beiträge, wenn man die Namen der Autoren eingibt. Zum Beispiel Vorträge auf Kongressen oder Interviews oder Talk-Runden. Probiert es einmal aus, es lohnt sich.

Für heute soll es jetzt erstmal gut sein, morgen gibt’s den zweiten Teil der Übersicht, die obere Hälfte des Stapels. Ich hoffe, ihr seid dann wieder dabei.

 

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