Gerettet !

Wie gut, wenn man einen Elektroingenieur mit viel praktischem Verstand zuhause hat. Er hat heute ein Gerät gerettet, das wir ohne seine Fertigkeit hätten wegwerfen und durch ein neues ersetzen müssen: Unsere Friteuse.
 

 
Vor mehr als zehn Jahren haben wir uns dieses Schätzchen gekauft. Stabil, gut zu handhaben, gut zu reinigen (weil Deckel, Korb und Fett-Topf spülmaschinentauglich) und im Durchschnitt alle zwei Wochen im Einsatz.

Vorgestern Abend ist sie beim Aufheizen in Streik getreten. Schaltete einfach ab, obwohl die gewünschte Temperatur noch nicht erreicht war.
Vermutung: Der Thermostat hat seinen Geist aufgegeben.
Was tun?
Fett in großen Topf umfüllen und dort fritieren. Temperatur mit Infrarot-Thermometer überwachen, denn zu viel Hitze ist ungesund.
Und nun?
 

 
Heute hat mein Held das fragliche Teil aufgeschraubt und untersucht.
Nach kurzer Messung war klar: Der Thermostat funktioniert, der Schalter ist der Bösewicht. Die Reparatur hat dann nur noch zwei Minuten gedauert.
Schalter ausbauen, überbrücken und fertig. Ein- und Ausschalten der Friteuse funktioniert jetzt erstmal direkt über den Stecker.
Einen Ersatz-Schalter kann man dann demnächst besorgen und einbauen.
Alles ist gut!

 

Nachbars Enten

Ich mochte sie schon immer, diese witzigen Laufenten, die hoch aufgerichtet in einem Affenzahn durch die Gegend rennen.
Seit dem Spätsommer hat ein Nachbar drei von ihnen und er hat einen offenen Garten. Die Enten nutzen ihren Freiraum und sind ausgiebig im Dorf unterwegs.
Regelmäßig statten sie uns einen Besuch ab, picken in der Wiese nach Engerlingen und Schnecken (oder was immer sie zur Zeit so finden) und haben nun auch unseren kleinen Teich entdeckt.
 

 
Das braune Tier ist der Erpel, die beiden weißen bzw. weiß-gescheckten sind die Enten.
Und anscheinend mögen sie, was auf dem Teich schwimmt: Nicht umsonst nennt man Wasserlinsen auch Entengrütze.
 

 
Während ich vom Wohnzimmerfenster aus fotografiere, betritt ein neuer Protagonist die Szene:
Kater Gaston entdeckt die Gäste, als er durch die Katzenklappe das Haus verlässt. Klar, dass er sich die aus der Nähe anschauen will.
 

 
Die Enten sind davon nicht so begeistert und verlassen – schwupps – das Wasser.
 

 
Und nun?
Nun passiert, womit ich nicht gerechnet hätte:
Angriff der Laufenten und Flucht des Katers.
 

 
Drei gegen einen, da ist Rückzug verständlich.
 

Wer läuft denn da …

Vor ein paar Tagen schaue ich beim Spülen aus dem Küchenfenster und muss doch sofort mit der Kamera nach draußen gehen. Quer über unsere Einfahrt kommt ein Igel herbei gehuscht.
 
Igel
 
Groß ist er, kräftig und gut genährt.
Ich vermute, die Blätter im Maul sind für den Winter-Unterschlupf gedacht.
Im gleichen Moment, als ich aus der Tür komme, tritt er den Rückzug an und versteckt sich sicherheitshalber erstmal hinter den Blumenkübeln.
 
Igel
 
Ich scheine nicht allzu bedrohlich zu wirken (habe auch schön still gestanden), er kommt jedenfalls gleich wieder hervor und marschiert interessiert weiter.
 
Igel
 
Hin und her und schnuppern und schauen.
 
Igel
 
Anscheinend gibt’s nichts Interessantes mehr vor der Haustür, also macht er sich auf den Rückweg.
Ich gestehe, ich habe ziemlich gegrinst, denn es sieht köstlich aus, einem Igel nachzuschauen. Der wackelt ziemlich mit dem Hinterteil, während er die kurzen Beine rechts und links vorwärts schiebt. Aber flott ist er schon.
 
Igel
 

Gerade war PI

PI – der erste Buchstabe des griechischen Wortes perimetros – Umfang.
PI – die Kreiszahl.
PI – diese irrationale, transzendente Zahl mit ihren unendlich vielen Nachkommastellen.

Wir alle kennen sie aus der Schule.
Mathematik. Geometrie. Alle Berechnungen, die irgendwie mit Kreisen zu tun haben, brauchen Pi.
Der Taschenrechner kennt ganz viele ihrer Nachkommastellen, für eine ausreichende Genauigkeit im Alltag würden allerdings schon zwei oder drei ausreichen.

Und heute hatten wir zum ersten Mal neun Stellen.
Wie? Heute?
Heute ist PI-Day!
Weil heute der 14. März ist – in anderer Schreibweise 3-14.
Und wenn man jetzt noch Jahr, Stunde, Minute und Sekunde dazu packt, dann war um 9:26 Uhr und 53 Sekunden neun Stellen PI:
 
3,141592653

 

Vom Glück des Schneeschippens

Heute Morgen ist es draußen weiß, etwa drei Zentimeter dick.
Wir haben keinen Bürgersteig am Grundstück, also kann ich entspannt warten, bis es richtig hell ist. Dann ziehe ich eine leichte Fleece-Weste, Stiefel und Handschuhe an und packe die Schneeschaufel.
Strich um Strich schiebe ich das Pflaster frei. Zuerst den schmalen Weg und die kleine Treppe, dann den Bereich vor der Garage. Und weil die Luft so angenehm frisch ist, schließlich auch noch die Flächen rund ums Haus.

Der Schnee ist feucht und klebt an der Schaufel. Immer wieder muss ich sie mit der Kante auf die Steine stoßen, damit die schweren Klumpen abfallen. Mir wird warm; ich weiß schon, warum ich nur eine Weste übergezogen habe.
Strich um Strich schieben, umdrehen, aufstoßen, schieben.

Irgendwann merke ich, dass ich nicht nachdenke. Dass ich nur in dieser Bewegung bin: schieben, umdrehen, aufstoßen. Gleichmäßig, ruhig, meditativ.
Und dann beginne ich doch nachzudenken. Was macht das Schneeschieben mit mir?

Es ist anstrengend, vor allem, weil es taut und der Schnee zusammenpappt. Nach einer dreiviertel Stunde werden meine Arme schwer. Ich spüre, wie ich Bauch- und Rückenmuskeln anspanne und wahrscheinlich noch jede Menge anderer Muskelpartien. Ich habe hier also ein kostenloses Workout.

Mir wird warm beim Schneeschippen, der Kreislauf kommt in Schwung. Ich arbeite an frischer Luft, bekomme jede Menge Licht. Super Therapie gegen Müdigkeit und Winterblues.

Meine Bewegungen laufen gleichmäßig und konzentriert ab. Ich werde ruhig, meine Gedanken sind bei der Arbeit und bei nichts sonst. Im Hier und Jetzt, wie man so gerne sagt. Meditation und Stressabbau.

Schneeschippen erzeugt also ganz viele positive Effekte. Ich lächele und …

… es fängt an, wieder leicht zu schneien.

 

Tee-Tausch 2014

Auch in diesem Jahr hat Earny wieder zum Tee-Tausch aufgerufen.

 

 

Heute habe ich drei meiner Lieblings-Tees abgepackt, eingetütet und morgen geht’s ab zur Post.
 

 

Ich hoffe, sie werden bei der Empfängerin gut ankommen – sowohl der Brief, als auch der Inhalt. 😉

 

 

Eine schöne Einstimmung in die Adventszeit, finde ich. Danke Earny, für Anregung und Organisation.

starke Natur

Erinnert ihr euch? Ende letzten Jahres habe ich euch ein paar Fotos gezeigt von Baumfällarbeiten in unserer Straße.
Nachdem die alten Fichten weg waren, sah der Hang so aus:
 

kahler Hang
 

Nachdem jetzt einige Monate ins Land gegangen sind, haben sich all die Gewächse, die unter den Fichten gekümmert haben, prächtig entwickelt. Schaut mal:

wieder grüner Hang
 

Ich bin immer wieder begeistert, wie die Natur Brachflächen erobert.
Auch wenn das bedeutet, dass meine Beete immer wieder von Un- – sorry – Wildkräutern erobert werden.
Was mir heute wie letzten Samstag reichlich Arbeit beschert hat. 😉