SockenWollePulli „Catalan“


 
Hier ist noch ein Pullover, den ich letztes Jahr schon gestrickt, jetzt aber erst getragen habe.
Wir fahren im Urlaub gerne nach Südfrankreich, ans Mittelmeer mit den Pyrenäen im Hintergrund. Der französische Teil Kataloniens ist einfach schön.
Rote und currygelbe Sockenwolle (vom Discounter) in schmalen Streifen – das erinnert mich immer an diese Region.
 

 
Und damit das Glatt-rechts-Stricken nicht langweilig wird, habe ich in die Mitte einen Streifen Muster gestrickt. Die Socken-Fans kennen es: Gundel lässt grüßen

Pullover aus Sockenwolle brauchen zwar lange, bis sie fertig werden, aber sie sind angenehm warm und lassen sich problemlos in der Waschmaschine waschen.
Und nun ab damit zum creadienstag.
 

Anleihe an die 70er


 
Es gab da ein kleines Problem. Schon eine ganze Weile. Jetzt habe ich mich entschieden, wie ich es lösen kann – durch eine kleine Häkelei. Mal eben zwischendurch.

Ahnt ihr es? Genau – ich häkele für die Ersatz-Klorolle.
In den 70ern gab es sie schon, die dekorativen Überzieher. Irgendwann wollte sie keiner mehr sehen, sie verschwanden in der Versenkung.
Jetzt habe ich beschlossen, dass das Prinzip gar nicht so übel ist. Muss ja nicht mit Rüsche sein.
 

 
Zuerst mit Stäbchen einen flachen Kreis häkeln passend zum Durchmesser der Klorolle.
 

 
Jetzt geht’s ohne Zunahmen weiter. Die erste Runde häkele ich nur in die hinteren Maschenglieder, so bekomme ich eine klarere Kante.
 

 
Ich häkele abwechselnd 1 Stäbchen, 1 Luftmasche, wobei die Stäbchen immer um die Luftmaschen der Vorrunde gehäkelt werden. Das geht flott und reicht aus.
 

 
Der Beutel ist jetzt etwas höher als die Klorolle. Als Abschlusskante häkele ich statt Stäbchen nur feste Maschen im Wechsel mit Luftmaschen.
 

 
Durch die Kante ziehe ich ein flaches Gummi und vernähe es. So kann die Rolle problemlos rein oder raus.
Außerdem drehe ich mir aus dem Garn noch eine Kordel zum Aufhängen.
 

 
Die ziehe ich durch den Stäbchenkreis und verknote sie innen.
Und schon kann die Ersatz-Rolle geschützt in Griffweite baumeln.
 

 
Und nun ab damit zum creadienstag.
 

Pimp My Shirt

Vor ein paar Wochen habe ich im Kleiderschrank aufgeräumt, einiges aussortiert und dabei ganz unten im Stapel dieses Langarm-Shirt gefunden.
 

 
Ein schlichtes Shirt, ich mag die Farbe, aber leider ist es zu kurz, sowohl an den Ärmeln als auch unten herum. Und dann kam mir eine Idee:
Warum nicht das Shirt verlängern – und zwar mit Strick !!
Im Fundus gab es noch drei Knäuel einfache Sockenwolle, die farblich perfekt passte.

Aber wie kann ich an das Shirt direkt anstricken, damit der Übergang schön elastisch bleibt?
 

 
Zuerst habe ich mit der Wolle und einer spitzen Nadel die Kanten im Knopflochstich umstochen.
War eine etwas langwierige Prozedur, weil ich mit langem Faden gearbeitet habe, um nicht so viele Enden vernähen zu müssen.
 

 
Danach ging’s dann flott. Aus den Querfäden habe ich Schlingen auf die Nadel aufgestrickt. An der unteren Kante habe ich mit einer Rundstricknadel gearbeitet, an den Ärmeln mit dem Nadelspiel.
 

 
Als Strickmuster habe ich mir das Pfauenmuster ausgesucht:
Maschenzahl teilbar durch 18
1. R.: * 6mal je 2 M li zusstr, 6mal (1 U, 1 M re) stricken * (von * bis * wdh)
2. – 4. R.: alle Maschen und Umschläge rechts stricken
 

 
Nachdem die Fäden vernäht waren, habe ich die Strickbordüren von links mit dem Dampfbügeleisen traktiert, damit sie schön weich fließend werden.
 

 
Und weil mir der Halsausschnitt zu nackt war, stricke ich aus dem restlichen Garn einen schmalen Schal.

Mein gepimptes Shirt wandert jetzt zum creadienstag.
 

Herbstgestrickt für Winterfüße


 
Zur Zeit ist es kalt im Land und auch mein Schatz schätzt warme Füße.
Im Herbst habe ich ihm ein paar Socken gestrickt – ihr wisst: Socken gehen zwischendurch immer – und jetzt ist es so weit: Er hat sie zum ersten Mal (seit dem Foto-shooting) angezogen.

Die Sockenwolle habe ich im Herbsturlaub gekauft. Fragt mich jetzt nicht, welche Marke das genau war. War in einem Restposten-Korb irgendwo in Österreich.
Schatz hat die Farbe ausgesucht und irgendwann nach dem Urlaub habe ich dann gestrickt.
 

 
Das Muster habe ich mir ausgedacht:
Anschlag 64 M
1.+2. Rd.: *6 M re, 2 M li, 2 M re, 2 M li, 2 M re, 2 M li* (von * bis * wdh.)
3. Rd.: * 6 M re, 2 M li, 2 M verzopfen (1 M hinter die Nadel legen, 1 M re, dann die hintere M re), 2 M li, 2 M verzopfen, 2 M li* (von * bis * wdh.)

Bündchen: 2 M re, 2 M li im Wechsel
Ferse: Bumerangferse
Spitze: Sternchenspitze (also Abnahmen in Runden)

* * * * *

Eigentlich wollte ich euch etwas anderes zeigen, bin aber noch nicht fertig.
Das gibt’s dann nächste Woche.
Und die Socken laufen jetzt schnell zum creadienstag.
Mal sehen, was es dort sonst noch zu sehen gibt.
 

Wieder mal Mützen

Am 4. Advent waren wir in der Nachbarschaft bei einem Bio-Bauern, der auf seinem Hof einen kleinen Weihnachtsmarkt veranstaltet hat.
Es gab Glühwein und Weihnachtsbäume, Gebasteltes und Leckereien, Kühe, Kälbchen und Live-Musik.
Und natürlich viele Leute aus der Region.
Mir kam eine Frau entgegen, wir stutzten beide, brauchten einen Moment, bis wir unser Gegenüber zuordnen konnten.
„Die Flüchtlingshilfe“, sagte ich.
„Die Mützenstrickerin“, sagte sie.
Wir lachten beide.
 

 

Erinnert ihr euch? Letztes Jahr um diese Zeit habe ich Unmengen von Mützen gestrickt aus Wolle und Wollresten, weil die Kleiderkammer sie für die ankommenden Flüchtlinge brauchte.
Also fragte ich, wie es denn in diesem Jahr aussähe.
Gerade hätte sie zehn junge Männer eingekleidet, erzählte sie.
Ob noch Mützen gebraucht würden, fragte ich.
Immer, antwortete sie, am besten in „Männerfarben“, Schwarz, Grau, Blau.

Zuhause habe ich mein gerade begonnenes Strickzeug beiseite gelegt. Im Schrank fand sich noch einiges an dunkelblauer Wolle in passender Stärke, aus der ursprünglich mal ein Pullover werden sollte. Dazu noch Reste in Schwarz und Hellgrau. Ein dickes Knäuel Grau habe ich dazugekauft.
Und habe in den letzten zwei Wochen die Abende mit Mützen-Stricken verbracht.
Inzwischen bin ich bei Nummer 13 und es werden noch einige folgen.
 

 

Es ist keine große Sache. Aber ich denke, auch Kleinigkeiten helfen und können etwas bewirken.
Und deshalb schicke ich meine Mützen jetzt zum creadienstag.
 

Mäntelchen, die zweite

Heute scheint die Sonne, es ist mild und wirkt wie Frühling. Keine Spur vom düsteren November.
Ich weiß, das kann sich schnell wieder ändern, aber jetzt genieße ich das Licht erstmal.
 

 
Und weil ich noch ein paar bunte Granny Squares vom großen Baummantel übrig hatte, habe ich der Blutpflaume auch noch ein Mäntelchen gehäkelt.
Ging schnell, weil der Baum noch recht zierlich ist.
 

 
Natürlich auch diesmal wieder mit Knöpfen zum einfachen An- und Ausziehen.
 

 
Ich glaube, jetzt muss ich erstmal wieder andere Handarbeiten machen, sonst denkt mein Schatz, ich wolle den ganzen Garten einhäkeln.
 

Jeans-Jäckchen mal anders


 
Mir ist ein Garn aus recycled Denim – als aufgearbeiteter Baumwolle (Jeans?) – in die Finger gefallen. Weich, kleine Noppen im Faden, helles Jeansblau – daraus musste ich einfach etwas stricken.
Und weil ich in diesem Jahr Spaß an Lochmustern gefunden habe, gibt’s ein kleines Jäckchen mit ganz vielen Lochreihen.
 

 
Die Jacke ist in einem Stück gestrickt, mit dem Bündchen am Rücken begonnen.
Zunahmen an beiden Seiten für die Ärmel, dann Teilen und die beiden Vorderteile gegengleich direkt dran gestrickt. Auch die Bündchen (kraus rechts) sind gleich angestrickt, so dass ich am Ende nur noch die Seitennähte schließen und die Knöpfe annähen musste. Die sind übrigens aus meinem Fundus, alte Perlmuttknöpfe, vermutlich von Mutter oder Schwiegermutter.
 

 
Hier sieht man, wie sich die schrägen Lochreihen am Rücken in der Mitte treffen.
Ich hoffe, dass sich durch diese Musterführung die Jacke nicht verzieht.

 

Im Frühjahr an den Herbst gedacht

Es war schon ein komisches Gefühl, Anfang Mai in der Provence einen dicken Wollpullover zu stricken. Antizyklisch nennt man das wohl.
 

 
Ich mag Zopfmuster. Und hier waren es nicht zu viele Maschen, die verzopft werden mussten. Deshalb und wegen der dicken Trachtenwolle strickte sich das Ganze recht entspannt.
 

 
Rechts und links vom zentralen Zopf habe ich glatt rechts gestrickt.
Dann teilt sich der Zopf und in der Mitte wächst ein neuer empor. Innerhalb des Zopfbereichs lässt glatt links die Zöpfe gut hervortreten.
 

 
Den Rollkragen habe ich halsfern gestrickt, ich mag’s nicht so eng.
Als Bündchenmuster dient – auch an den Ärmeln und am Bund unten – ein großes Perlmuster.

 

Socken-Allerlei


 
Seit dem Frühjahr habe ich diverse Socken gestrickt, immer zwischendurch, insgesamt fünf Paar sind es geworden (und ein sechstes ist gerade in Arbeit).

Das erste Paar ist aus zwei einfarbigen Resten gestrickt:
 

 
Das zweite Paar aus sechsfädiger Wolle mit einem Muster in Eigenkreation, inspiriert ein bisschen vom Gundel-Muster.
 

 

 
Bei meinem Besuch in einem Wollgeschäft in der nächsten Stadt musste ich einfach etwas mitnehmen – dieser Sockenwolle konnte ich nicht widerstehen.
 

 
Irgendwann im Winter hatte ich zwei Knäuel blaugemusterte Sockenwolle gekauft, ursprünglich für eine Schal. Meine Mutter wollte es aber lieber bunter, also konnte ich Socken stricken (und habe natürlich noch Wolle für mindestens ein weiteres Paar).
 

 
Und diese Sockenwolle habe ich im Urlaub gekauft, weil ich auch unterwegs kaum an Wollgeschäften vorbei gehen kann.
 

 
So langsam ist meine Sockenschublade voll. Aber alte gekaufte Socken werden ja auch nach und nach ausgemistet, dann ist wieder Platz.

Jetzt mal schnell ab damit zum creadienstag.
 

Frisch behäkelt in den Herbst


 

Letzte Woche hatte ich euch erzählt, das ich die Häkel-Mäntel für ein paar Bäume im Dorf überarbeite.
Wind und Wetter hatten ihnen arg zugesetzt, die Farben auf der Außenseite ausgebleicht und nach dem Waschen hatten sich Teile regelrecht aufgelöst.

Seit dieser Woche sind die Bäume wieder bunt bekleidet und leuchten in den sonnigen Herbst.

 

 

Eine Freundin hat sich schon darüber gefreut. Und wir überlegen, ob man die Häkelei nicht noch ein wenig ausweiten kann. Mal sehen, was uns noch einfällt.

 

 

Zur Zeit stehen allerdings andere Arbeiten an, die gar nichts mit Guerilla-Häkeln zu tun haben.