Ein Lesenachmittag

Es gibt Dinge, die muss man einfach hin und wieder machen.
Weil sie anderen gut tun.
Und einem selbst auch.
Dazu gehört ein Lesenachmittag in einem Seniorenzentrum.

Ich bin seit über zehn Jahren Mitglied in einer AutorInnen-Gruppe, die sich regelmäßig trifft zur gemeinsamen Textarbeit. Wir schreiben nicht vor Ort, sondern feilen an den Texten, die wir mitbringen und der Gruppe vorstellen.
Wir machen Lesungen und etwa alle drei Jahre veröffentlichen wir eine Anthologie. Einige von uns haben auch schon eigene Bücher auf den Markt gebracht.

Heute Nachmittag waren vier von uns mit Texten aus unserer aktuellen Anthologie „HeimatMosaik“ in einem Seniorenheim.
Wir haben gelesen und Brigitte, eine Mitautorin, hat die Stunde mit kurzen Stücken auf ihrer Harfe ergänzt.

Die Cafeteria des Seniorenheims war gut gefüllt. Die Mischung aus Geschichten und Gedichten, unterbrochen von zarten Melodien, kam an. Zwischendurch gab’s Applaus und beim letzten Harfenstück, dem alten Volkslied „Kein schöner Land“ sangen viele mit.

Ich glaube, es ist wichtig, anderen Menschen hin und wieder etwas Zeit zu schenken.
Und zwar einfach so.
Wir haben sie lächeln sehen bei unseren Texten. Und das ist so viel wert.

 

Anleihe an die 70er


 
Es gab da ein kleines Problem. Schon eine ganze Weile. Jetzt habe ich mich entschieden, wie ich es lösen kann – durch eine kleine Häkelei. Mal eben zwischendurch.

Ahnt ihr es? Genau – ich häkele für die Ersatz-Klorolle.
In den 70ern gab es sie schon, die dekorativen Überzieher. Irgendwann wollte sie keiner mehr sehen, sie verschwanden in der Versenkung.
Jetzt habe ich beschlossen, dass das Prinzip gar nicht so übel ist. Muss ja nicht mit Rüsche sein.
 

 
Zuerst mit Stäbchen einen flachen Kreis häkeln passend zum Durchmesser der Klorolle.
 

 
Jetzt geht’s ohne Zunahmen weiter. Die erste Runde häkele ich nur in die hinteren Maschenglieder, so bekomme ich eine klarere Kante.
 

 
Ich häkele abwechselnd 1 Stäbchen, 1 Luftmasche, wobei die Stäbchen immer um die Luftmaschen der Vorrunde gehäkelt werden. Das geht flott und reicht aus.
 

 
Der Beutel ist jetzt etwas höher als die Klorolle. Als Abschlusskante häkele ich statt Stäbchen nur feste Maschen im Wechsel mit Luftmaschen.
 

 
Durch die Kante ziehe ich ein flaches Gummi und vernähe es. So kann die Rolle problemlos rein oder raus.
Außerdem drehe ich mir aus dem Garn noch eine Kordel zum Aufhängen.
 

 
Die ziehe ich durch den Stäbchenkreis und verknote sie innen.
Und schon kann die Ersatz-Rolle geschützt in Griffweite baumeln.
 

 
Und nun ab damit zum creadienstag.
 

Winterzauber

Was für ein Winter!

Ich bin ja kein Freund von Schnee, Eis und Kälte – eigentlich.
Wenn allerdings dabei die Sonne vom blauen Himmel strahlt,
wenn der Schnee durch den strengen Frost –
nachts haben wir um die minus 10 Grad –
liegen bleibt und in der Sonne glitzert,
wenn am Wochenende Mittagsspaziergänge möglich sind,
dann finde ich den Winter zauberhaft.
Und muss natürlich mit der Kamera unterwegs sein.

 

 
Ein paar Impressionen habe ich zu einem Poster zusammengestellt.
Ein Klick aufs Bild vergrößert die Ansicht.

Ich hoffe, auch ihr könnt den Winter ein bisschen genießen.
Und ich hoffe, dass er nicht mehr allzu lange bleibt und dann einem ebenso zauberhaften Vorfrühling Platz macht.

 

Weltknuddeltag – wie sehr wir den brauchen !


 
Der 21. Januar ist 1986 zum Weltknuddeltag gekührt worden.
Unsere Kater Maurice (der Tiger) und Gaston (der Schwarze) haben sich das zu Herzen genommen.
 

 

In der Welt geht es gerade überhaupt nicht knuddelig zu.
Nach der Präsidentenwahl in den USA weht dort ein Wind der Trennung, der Abschottung, des Egoismus.
In Koblenz treffen sich europäische Rechtspopulisten, machen Stimmung vor den Wahlen, die in diesem Jahr in verschiedenen Ländern anstehen.
Unser Europa, in dem seit über 70 Jahren (!!!) Frieden herrscht, wird von vielen nicht mehr geschätzt.
Und ich könnte noch mehr Beispiele finden.

Warum nur müssen wir so sehr auf Konkurrenz aus sein?
Kooperation hat die Menschheit doch viel weiter gebracht.

 

Am Meer (8)


 

Am Meer (8)

Acryl auf Leinwand, 80 x 100 cm

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Noch ein Bild vom letzten Jahr, aus dem November.
Das Meer, die Buhnen an der Nordsee, sind für mich immer wieder ein lohnendes Motiv.