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12tel Blick: Februar 2016

29/02/2016

Ein sonniger Vormittag Mitte Februar, da bin ich schnell wieder zu meinen Blick gewandert.
 
12tel Blick Februar 2016
 
(16. Februar 2016, 11.10 Uhr)

Für einen Februartag fand ich es bemerkenswert, wie grün das Gras auf der Wiese bereits ist. Man merkt, dass der Winter insgesamt recht mild war bzw. ist und die Natur schon in den Startlöchern steht.

Die anderen 12tel-Blicke:
 
12tel-Blick Januar
 
Und hier geht’s zu den 12tel-Blicken bei Tabea Heinicker.
 

Purpur ist fertig

23/02/2016

 
Letzte Woche hatte ich euch gezeigt, welche beiden Projekte ich auf den Nadeln habe. Und jetzt ist das zweite Teil schon fertig.
Ich gestehe, ich habe mir auch einige Zeit zum Stricken gegönnt, mit dieser Wolle läuft das wirklich flott.
Es ist „Merino Mix“ von Schoeller-Stahl, eine Mischung aus Wolle und Polyacryl, im Schonwaschgang maschinentauglich. Sowas liebe ich.
Bis auf einen kleinen Faden ist die Wolle jetzt alle. Keine neuen Reste!

Bei Projekt 1, dem petrolfarbenen Pullover, bin ich jetzt auch schon bei den Ärmeln. Vielleicht kann ich euch den nächste Woche ja schon zeigen.

Und dann sollte ich mich mal mit Frühling oder Ostern oder ähnlichem beschäftigen.

So, jetzt noch huschhusch zum creadienstag mit dem Pulli und schauen, was die anderen gewerkelt haben.

 

Auf meinen Nadeln …

16/02/2016

… befinden sich zur Zeit zwei größere Teile.

Nachdem ich im Dezember und Januar Mützen über Mützen für Flüchtlinge gestrickt hatte (insgesamt 60 Stück), waren die Woll-Reste-Vorräte erschöpft. Und ich gestehe, ich konnte dann auch keine Mützen mehr sehen.
Es musste mal wieder ein Pullover her. Vor allem, weil ich so schöne petrolfarbene Wolle im Schrank liegen hatte. Und purpurfarbene.

Zuerst habe ich den petrolfarbenen angefangen:
 

 
Das Bündchen ist zwei rechts, zwei links gestrickt und alle sechs Reihen versetzt.
Den Pulli selber habe ich glatt rechts gestrickt, einen Streifen mit dem Bündchenmuster auf Vorder- und Rückseite nach oben fortgesetzt.
 

 
Ich stricke wie immer rund, teile beim Armausschnitt und dann nochmal oben beim (runden) Halsausschnitt. Rückenteil ist fertig, Vorderteil noch in Arbeit.

Und dann musste ich natürlich die andere Wolle auch anstricken:
 

 
Dieses Mal stricke ich top-down (wollte ich schon lange ausprobieren).
Der Kragen soll halsfern und locker fallend werden (zwei rechts zwei links unterbrochen von rechten und linken Reihen), danach glatt rechts mit Raglan-Ärmel.
Inzwischen bin ich fast an der Stelle, wo ich die Maschen auf Ärmel, Vorder- und Rückenteil aufteilen kann. Die werde ich dann ebenfalls rund weiterstricken und hoffen, dass ich ganz ohne Nähte hinkomme.

Weil ich mal wieder ohne Anleitung arbeite, finde ich das recht kreativ und schicke meine Nadeleien zum creadienstag.

 

Seit wann blühen die denn?

11/02/2016

Vor ein paar Jahren habe ich ein Töpfchen mit kleinen Sanseverien beim Discounter mitgenommen. Sie sind gewachsen, sind umgetopft und immer mehr geworden. Inzwischen stehen sie überall in der Wohnung, fühlen sich bei meiner „Nicht-Pflege“ anscheinend sehr wohl.

 

 

Letztens war mal wieder umpflanzen nötig, weil die Ableger die Töpfe zu sprengen drohten. Und was durfte ich da entdecken?
Einige der Sanseverien treiben Blüten!

 

 

Die kleinen Knospen werden länglich, dann platzen sie auf und zeigen zarte weiße Blüten.

 

 

Jetzt kann ich nur hoffen, dass Sanseverien nicht – wie man das von Agaven kennt – nach der Blüte eingehen.
Obwohl … es gibt ja schon wieder reichlich Ableger. 😉

 

Buchtipp: Der Autor und die Fotografin

08/02/2016

Nein, das Buch heißt nicht so. Es heißt viel schöner:
Könnte ich meine Sehnsucht nach dir sammeln

 

 

Und hier haben zwei Menschen wirklich gesammelt: Fotos und Texte zu diesen Fotos.
Zoran Drvenkar ist Autor, schreibt Thriller und Kinderbücher.
Corinna Bernburg ist Fotografin und gestaltet Bücher.

Das Projekt ist einfach erklärt, war aber sicher nicht einfach durchzuhalten:
Die Fotografin macht jeden Tag ein Foto, das sie dem Autor gibt.
Noch am selben Tag, also bis Mitternacht, schreibt er einen Text, der durch das Foto inspiriert ist; meist Gedichte, aber auch kurze Impressionen oder Dramen.
Und das machen die beiden ein ganzes Jahr lang.

Das 2015 erschienene Buch „Könnte ich meine Sehnsucht nach dir sammeln“ ist der erste von vier Bänden, in denen Fotos und Texte dieses Projektes zu entdecken sind.
Es ist das Sommer-Buch, enthält die Tage vom 8. Juli bis zum 5. Oktober.
Jeweils auf der linken Seite findet sich das Schwarzweiß-Foto, auf der rechten Seite steht der Text.
Die Bilder ganz unterschiedlich: Detailaufnahmen, Landschaften, Menschen, Alltägliches, Besonderes.
Die Texte, ebenso vielfältig, beschreiben nicht einfach die Fotos. Sie sind manchmal nur von einem Detail daraus angeregt, manchmal spinnen sie ganze Geschichten um das Bild herum.

Ein Buch, in das ich versinken kann.
Fotos, die mich berühren und von denen ich lerne (was die eigene Fotografie angeht).
Lyrik, die klingt, die in mir etwas mitschwingen lässt, weil ich sie nachempfinden kann.
Ein Buch voller Inspirationen, eines, das ich immer wieder zur Hand nehme, mal hier, mal dort aufschlage, schaue, lese.
Ein Buch, das Sehnsucht macht nach den anderen Jahreszeiten, nach den drei Bänden, die noch folgen werden – und die ich auf jeden Fall ebenfalls haben möchte.

Wie ich auf dieses Buch gestoßen bin?
Es gibt im rbb-Fernsehen seit Jahren eine Sendereihe namens Bauer sucht Kultur
Viermal im Sommer ist Max Mohr in Brandenburg unterwegs und besucht Künstler und Kulturschaffende aller Art, lässt sich ihr Heim und ihr Werk zeigen, erzählt mit ihnen, lockt auch sehr Persönliches hervor.
Die Sendungen von 2015 und 2014 können in der Mediathek des rbb angeschaut werden.
Und in einer dieser Sendungen war Max Mohr bei Zoran Drvenkar und Corinna Bernburg. Ihr Gespräch über das Foto-Text-Projekt und ein kurzer Einblick in das Buch haben bei mir sofort den Haben-Wollen-Reflex ausgelöst.

Zoran Drvenkar, Corinna Bernburg:
Könnte ich meine Sehnsucht nach dir sammeln
– Fotos & Gedichte (cbj 2015)
 

Nachtrag: Impressionen von der Vernissage

06/02/2016

Anfang Januar hatte ich euch erzählt, dass ich meine Landschaften und Stillleben im Rathaus in Waldbröl (Oberbergischer Kreis) ausstellen werde.
Inzwischen ist Halbzeit der Ausstellung und ich habe euch immer noch keine Fotos gezeigt von der Vernissage.

Vor der Ausstellungseröffnung kommt das „Hängen“, bei uns war das ein Freitagnachmittag, das Rathaus praktisch leer, die Flure verwaist.
Ich hatte schon eine ungefähre Vorstellung, welche Bilder wo hängen sollten. Schienen unter der Decke, Nylonfäden und verschiebbare Bilderhaken daran waren vorhanden, das vereinfachte die Geschichte.
Zwei große Landschaften hängen im Treppenhaus auf dem Weg nach oben. Im 1. Stock hängen die meisten Bilder, ein paar Werke auch im Erdgeschoss.
 

 
Ist schon spannend, wie die eigenen Werke auf großen Wänden wirken. Und welches Bild neben welches gehört oder was nicht zusammenpasst.
 

 

 

 

Montags fand dann die Ausstellungseröffnung statt. Aufregend, denn Presse war da, es wurde fotografiert und gefragt. Ich kam mir richtig prominent vor.
 

 

 
Für die musikalische Begleitung sorgte eine gute Bekannte: Lorena Wolfewicz mit ihrer keltischen Harfe.
 

 
Nach und nach trudelten die Gäste ein und schauten sich um.
 

 
Dann ging’s an den offziellen Teil.
Bürgermeister Peter Koester begrüßte die Gäste; ihm war anzumerken, wie sehr er die Ausstellungen im Rathaus schätzt.
 

 
Kurt Mai, Vorsitzender des Waldbröler Kulturtreffs, hat dem Publikum dann die Künstlerin und ihre Werke näher gebracht. Ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man auf diese Weise über sich selber sprechen hört. Eigenartig und schön zugleich. Macht auch ein bisschen rote Ohren.
 

 
Peter Richter, ebenfalls vom Waldbröler Kulturtreff, hat noch ein paar allgemeine Informationen zu den Veranstaltungen des Vereins ergänzt.
 

 
Zwischen den Wortbeiträgen klangen irische und schottische Weisen durch den Flur. Zauberhaft.
 

 
Ich selber sollte auch noch ein paar Worte sagen, vor allem zur Technik des Gelatine-Drucks.
Und wie ihr seht, hatte ich auch einen Tisch mit meinen Büchern und dem Kalender für 2016 dabei.
 

 
Danach gab’s Sekt, Orangensaft und leckere Häppchen – herzlichen Dank für die Organisation durch die Mitarbeiterinnen der Stadt Waldbröl – und lockere Gespräche.
 

 

 

 

Nachbars Enten

04/02/2016

Ich mochte sie schon immer, diese witzigen Laufenten, die hoch aufgerichtet in einem Affenzahn durch die Gegend rennen.
Seit dem Spätsommer hat ein Nachbar drei von ihnen und er hat einen offenen Garten. Die Enten nutzen ihren Freiraum und sind ausgiebig im Dorf unterwegs.
Regelmäßig statten sie uns einen Besuch ab, picken in der Wiese nach Engerlingen und Schnecken (oder was immer sie zur Zeit so finden) und haben nun auch unseren kleinen Teich entdeckt.
 

 
Das braune Tier ist der Erpel, die beiden weißen bzw. weiß-gescheckten sind die Enten.
Und anscheinend mögen sie, was auf dem Teich schwimmt: Nicht umsonst nennt man Wasserlinsen auch Entengrütze.
 

 
Während ich vom Wohnzimmerfenster aus fotografiere, betritt ein neuer Protagonist die Szene:
Kater Gaston entdeckt die Gäste, als er durch die Katzenklappe das Haus verlässt. Klar, dass er sich die aus der Nähe anschauen will.
 

 
Die Enten sind davon nicht so begeistert und verlassen – schwupps – das Wasser.
 

 
Und nun?
Nun passiert, womit ich nicht gerechnet hätte:
Angriff der Laufenten und Flucht des Katers.
 

 
Drei gegen einen, da ist Rückzug verständlich.
 

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