NachtHimmelsBlasen

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Die nächsten Mixed-Media-Collagen im Format 15 x 15 cm. Jetzt auch auf MDF-Platten. Acrylfarbe (in verschiedenen Techniken aufgetragen) und Papiere.
 
NachtHimmelsBlasen (1) (15fünfzehn-Collage)
 
NachtHimmelsBlasen (1)
 
NachtHimmelsBlasen (2) (15fünfzehn-Collage)
 
NachtHimmelsBlasen (2)
 
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Diese Collagen verlinke ich bei Miss Herzfrisch / 15fünfzehn.
Wer mag, darf sie gerne kaufen (Preis: 49,00 Euro pro Stück, inkl. Versand).
 

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Warme Ohren und Hände

Mütze und Stulpen
 
Von einem Pullover hatte ich noch zwei Knäuel Garn übrig, ein leichtes und lang laufendes Garn. Genug für dieses Zwischendurch-Projekt.
 
Mütze und Stulpen
 
Mütze und Stulpen in Petrol sind leicht und warm.
Ich mag die fingerfreie Version von Handschuhen, weil ich dann unterwegs trotz wärmender Wolle fotografieren kann.
Die Mütze ist ähnlich einer Baskenmütze gedacht.
Und so sieht beides „an der Frau“ aus:
 
Mütze und Stulpen
 
Anleitung gibt es keine dazu, war – wie meistens bei mir – Entwicklung beim Stricken.
Und nun ab damit zum creadienstag, zu Fannys liebste Maschen und zu Häkelline.
 

Sehnsucht nach Süden

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Ich habe Anfang der Woche dieses Link-Projekt entdeckt.
Collagen und Mixed-Media-Werke im Format 15 x 15 cm, üblicherweise auf MDF-Platten (auch Papier oder Pappe sind möglich) werden bei Miss Herzfrisch gesammelt. Wer mag, kann verkaufen; der Preis: 49 Euro inkl. Versand.
Durch das gemeinsame Format können all die unterschiedlichen Werke von ganz unterschiedlichen Künstlerinnen kombiniert werden.
Klar, dass ich da mitmachen möchte, oder? Samstags ist also 15fünfzehn-Tag.

Und heute gibt’s meine ersten Collagen. Drei Stück sind es geworden. Alle drei auf Hartfaserplatte mit Papier, selbstgeschöpftem Papier, Acrylfarben, Bleistift.
 

 
Sehnsucht nach Süden (1)
 

 
Sehnsucht nach Süden (2)
 

 
Sehnsucht nach Süden (3)

Meine ersten 15fünfzehn-Collage verlinke ich jetzt bei Miss Herzfrisch/15fünfzehn.

 
Werbe-Schubser

Advents-Post-Kunst: Was für ein Farbrausch

Nach langer Zeit habe ich im Advent mal wieder an einer Post-Kunst-Aktion von Michaela Müller und Tabea Heinicker teilgenommen. Mit viel Freude.

Einerseits hat das Überlegen, Planen und Gestalten der Advents-Postkarten im Streifenlook einen deutlichen Entschleunigungs-Effekt gehabt – nicht nur im Advent ein angenehmes Gefühl.

Andererseits war es sooo schön, in der Vorweihnachtszeit täglich bunt-fröhliche Post zu bekommen von anderen Menschen, die sich ebenfalls haben inspirieren lassen durch das Projekt.
Und nicht nur mit hat’s Spaß gemacht. Unser Postbote war ganz begeistert von all den fantasievollen, handgemachten Karten.

Alle Karten sind gut angekommen und hängen jetzt aufgereiht an der Wand gegenüber meines Schreibtisches. Ich kann mich jeden Tag an ihnen erfreuen.
Deshalb werden sie auch noch eine Weile dort hängen bleiben.
 

 
Herzlichen Dank an alle, die mir ihre Post-Kunst-Werke geschickt haben, zusammen mit lieben Weihnachtswünschen, Gedichten, Erklärungen zur Entstehung und mehr.

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Übermorgen feiern wir Silvester, feiern in ein neues Jahr hinein.
Ich wünsche uns allen, dass es ein kreatives, inspiriertes, gutes, erfolgreiches, fröhliches Jahr wird.

Eure Uta

 

Liebe


 

Auch der Moderator applaudierte. Der Abend war gelungen, so oder so ähnlich hatte er sich das vorgestellt. Er spürte die Energie, die im Saal schwebte, wie ein elektrisches Knistern. Fast perfekt. Etwas fehlte noch, aber auch das würde sich einstellen, davon war er überzeugt.
Langsam ebbte der Applaus ab, der Moderator nahm sein Mikrofon wieder in die Hand. Er wartete geduldig, bis es still wurde.
„Meine Damen und Herren, liebe Gäste, unsere Veranstaltung geht ihrem Ende entgegen. Ich möchte mich ganz herzlich bedanken für Ihre Beteiligung, denn nur durch Sie und Ihre Gedanken, Meinungen, Beiträge haben wir den Abend mit Leben gefüllt. Deshalb möchte ich jetzt diejenigen, die sich zu Wort gemeldet haben, auf die Bühne bitten. Und unsere Podiums-Gäste kommen nach vorne zu mir.“
Für einen Moment verharrten alle unschlüssig. Als Klara Zuversicht als erste zur Bühne ging und die Stufen emporstieg, standen auch Traudl Fiduzia und Ernst Skeptik auf, Paula Ehrlich folgte ihnen. Auf der Bühne wurden Stühle gerückt und um den Moderator scharten sich Fiona Freude und Philomena Muße, die Kreativität und Herr Humor, Frieda Gelassen und Helmut Mut, Freya Libertas und Sophie Achtsam, Ulf Eifer, Prudence Kluge und Angela Geduldig.
Nicola stupste Adele Hoffnung an, die sich kurz zierte. Doch dann stand sie auf und zog Fanta-sie mit sich.
Ein paar Minuten später hatte jeder seinen Platz gefunden im Halbkreis um den Moderator. Nicola schaute sich die Runde an und lächelte. Wie unterschiedlich sie waren und wie harmonisch als Gruppe. Wie ein guter Chor, der seine Wirkung durch den Zusammenklang der einzelnen Stimmen erzielt.
„Weihnachten steht vor der Tür“, sagte der Moderator. „Und wenn ich Ihre Namen wörtlich nehme, dann haben wir eine bunte Mischung von Gaben, die wir dem Kind in der Krippe mitgeben können.“
Ein lautes Geräusch unterbrach den Moderator, er schaute zum Saaleingang. Nicola drehte sich um und mit ihr auch die anderen Gäste im Publikum.
Die Türflügel schwangen auf. Eine kleine Person in feuerroter Jacke stürmte herein und den Gang entlang zur Bühne.
„Wartet auf mich! Ihr könnt nicht ohne mich anfangen!“ Die Stimme eines Kindes.
Im nächsten Augenblick stand es neben dem Moderator und nahm ihn bei der Hand.
„Du wusstest, dass ich noch komme, oder?“
Der Moderator nickte. „Du gehörst einfach dazu. Ohne dich ist Weihnachten nicht Weihnachten. Es ist dein Fest.“
Und zum Publikum gewandt: „Sie haben es sicher erkannt: Liebe ist da.“
Wärme breitete sich in Nicola aus und sie hatte das Gefühl, dass es den anderen Menschen im Saal genauso ging.
Aus den Lautsprechern drangen leise Harfentöne, Flöten stimmten ein, übernahmen die Melodie, gaben sie weiter an Oboen. Trommeln verstärkten den Rhythmus, bis schließlich ein ganzes Orchester jubelte: Gloria in excelsis deo!
Nicola liebte dieses Lied seit Kindheitstagen. Und sie wusste: Weihnachten ist gerettet!

 

Zuversicht


 

„Das ist mein Einsatz!“, rief eine Frau aus der ersten Reihe. „Klara Zuversicht, Streetworkerin.“
Nicola schmunzelte. Frau Zuversicht sah genau so aus, wie sie sich eine Sozialarbeiterin auf der Straße vorstellte. Jeans und Parka, schulterlange, glatte Haare, ein offenes Lächeln und eine weiche Stimme.
„Ich möchte mich sowohl meiner Vorrednerin als auch Herrn Skeptik anschließen. So, wie es jetzt läuft, können wir nicht weitermachen. Wir müssen den Geist der Weihnacht wecken, wenn ich eine Anleihe bei Mister Dickens machen darf. Wir müssen weg vom Egoismus, wir brauchen wieder mehr Gemeinschaft. Aufeinander achten, miteinander arbeiten statt gegeneinander.“
Sie breitete die Arme aus, als wollte sie den ganzen Saal umschließen.
„Dass Sie alle heute hier sind, stimmt mich optimistisch. Sie alle können die Ideen, die wir zusammentragen, weitergeben, können als Botschafterinnen und Botschafter wirken. Ich weiß, es heißt immer wieder, dass der Einzelne nicht viel erreichen kann. Doch das stimmt nicht. Jeder Einzelne ist wichtig und jede Einzelne trägt dazu bei, etwas zu verändern. – Meine Güte, ich klinge ja schon wie eine Motivationstrainerin.“
Sie lachte leise.
„Aber genau das möchte ich. Ich möchte Sie motivieren, etwas zu verändern. Wie sagte Laotse so richtig: Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Lassen Sie uns diesen ersten Schritt heute Abend machen. Und lassen Sie uns dann immer weiter gehen. Wir werden andere Menschen mitnehmen auf unserem Weg. Weil wir eine Vision haben, ein Ziel: Wir wollen raus aus dem Konsumstress, wir wollen raus aus dem Höher-Schneller-Weiter, aus allem, was unsere Welt kaputt macht. Und wir wollen hin zu dem, wofür Weihnachten steht: Frieden.“
Donnernder Applaus ließ Klara Zuversicht erröten.

 

Zweifel


 

Aus einer der hinteren Reihen meldete sich ein Herr mit schwarzem Filzhut, die Krempe tief in die Stirn gezogen.
„Meine Frage wäre: Brauchen wir Weihnachten überhaupt noch?“ Trotz Mikrofon sprach er leise und zögernd. „Entschuldigung, ich habe mich noch nicht vorgestellt. Ich bin Ernst Skeptik. Ich bin viel unterwegs um diese Jahreszeit. Und ich sehe Tag für Tag, was aus dem Fest geworden ist. Die einen nutzen die Gelegenheit, um sich mit der ganzen Familie zu treffen. Das könnten die Leute aber auch ohne geschmückte Tanne im Wohnzimmer tun. Oder lassen, denn Weihnachten führt bei vielen zu Streitereien, weil die Erwartungen so hochgeschraubt sind. Andere wiederum sind alleine und spüren ihre Einsamkeit am Heiligabend besonders schmerzlich.“
Er schluckte und räusperte sich.
„Die Geschäfte quellen über vor Festlichkeit und Glitzerwerk. Zum Fest nur vom Besten. Das Essen muss herausragend sein, der Wein exquisit. Und die Geschenke erst. Haben Sie sich die Schaufenster mal angesehen? Luxus – oft auch nur vermeintlicher – leuchtet überall. Man gönnt sich ja sonst nichts, oder? Aber was ist mit den Menschen, die sich all das nicht leisten können? Die kaum genug haben für den ganz normalen Alltag?“
Wieder verstummte er. Das Mikrofon verstärkte einen Seufzer.
„Ich weiß nicht“, fuhr er fort, als im Saal die ersten unruhig mit den Füßen scharrten, „ich weiß nicht, ob wir so weitermachen dürfen.“
Er zuckte mit den Schultern und setzte sich.
Hinter Nicola winkte nun Adele Hoffnung um Aufmerksamkeit. Die alte Dame hatte vor Aufregung rosige Wangen, als sie das Mikrofon mit beiden Händen umklammerte.
„Ach herrjeh, die Technik. – Ich hoffe, Sie können mich gut verstehen.“ Im Lautsprecher zischte und knackte es und Adele hielt das Mikrofon ein paar Zentimeter von ihrem Mund weg.
„In unserer Zeit – da stimme ich dem Herrn zu – ist die Bedeutung von Weihnachten unter all dem Ballast verschüttet, den wir dem Fest aufgeladen haben. Aber sie ist noch da, wir müssen sie nur hervor holen. Und vielleicht ist es genau das, was wir hier und heute Abend machen, indem wir über das Schenken diskutieren. Ich bin da also ganz zuversichtlich.“