Gläsernes für eine Freundin

Vor einer Weile hatte ich euch meinen Teelichthalter mit beschränktem Durchblick gezeigt.

Eine gute Freundin von mir hat gerade ihr neues Buch, einen Krimi, veröffentlicht. Ich durfte vor der Veröffentlichung schon als Testleserin fungieren und bin begeistert.
Der Krimi spielt am Neusiedler See im Osten Österreichs und die Hauptfigur, Luise Pimpernell ermittelt in einem Mordfall.

Für die Buchpräsentation am nächsten Sonntag habe ich meiner Freundin dann drei Teelichthalter mit ihrer Comic-Version der Ermittlerin, der gezeichneten Lu Pimpi, und dem Leuchtturm vom Buchcover geschickt.
Das Foto habe ich abends noch schnell gemacht, bevor ich alles gut eingepackt habe.

Und wenn euch das Buch selber interessiert, hier der Link zum Verlag:
Tod eines Surfers

Und natürlich schicke ich Lu Pimpi jetzt gleich mal zum creadienstag.
 

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und nochmal Lochmuster …

Auch wenn der Sommer inzwischen (fast) vorbei ist, gibt’s heute noch ein Strick-Top ohne Ärmel, dafür mit vielen kleinen Löchern.
 

 
Das Baumwollgarn mit Farbverlauf von Gelb über Weiß nach Grau war ein Restposten im Kaufhaus. Und da lagen auch Zettel mit diesem Lochmuster herum. Also habe ich beides mitgenommen und geschaut, was ich daraus machen kann.
 

 
Das Muster sieht komplizierter aus, als es sich strickt. Wenn man das Schema einmal kapiert hat, geht’s fast von alleine, zumindest ohne Zettel und Nachzählen der Reihen.
 

 
Als Kantenabschluss am Ausschnitt und an den Armen habe ich einfach eine Lochreihe gestrickt, gefolgt von einer Reihe glatt rechts und dann links abgekettet. Das sitzt super.

Und dann fiel mir mit einem Mal auf, dass das Grau im Baumwollgarn genau zum Grau meines Seelenwärmerchens von letztens passt:
 

 
Also werde ich das Top wohl doch noch tragen können, auch wenn es heute arg nach Herbst aussieht.

Jetzt schicke ich es erstmal schnell zum creadienstag und schaue, was dort noch alles gezeigt wird.

 

Beschränkter Durchblick

Noch ist Sommer, doch die Tage werden schon deutlich kürzer. Da liegt ein Gedanke an Teelichte nahe, oder?
Letztens habe ich von einer Freundin ein Lichtobjekt geschenkt bekommen. Ein hölzerner Teelicht-Halter mit einer stehenden Glasscheibe, mattiert bis auf einen Schriftzug.
Und prompt kam mein Schatz auf die Idee: Kann man so etwas nicht auch selber machen? Kann man.

Mein Anteil am Projekt: Gestaltung der Glasscheibe.
Schatzens Anteil: Der Ständer und das Mattieren der Scheibe.

Man nehme ein Blatt Papier, einen Filzstift, Maskierflüssigkeit (z.B. Rubbelkrepp aus der Aquarellmalerei), Pinsel und eine Glasscheibe.
Ich habe einen alten rahmenlosen Bildhalter im Format 13 x 18 cm dafür zerlegt.

Nachdem ich die Größe der Scheibe aufs Papier übertragen habe, habe ich eine einfache Zeichnung angelegt. Alles, was schwarz ist, soll später auf der Glasscheibe klar bleiben.
Die Glasplatte habe ich auf die Zeichnung gelegt und mit Tesafilm etwas fixiert.

Mit Pinsel und Maskierflüssigkeit lässt sich die Zeichnung auf das Glas übertragen. Wichtig: Die Maskierflüssigkeit muss recht dick aufgetragen werden, sie soll nämlich das blanke Glas schützen. Dann gründlich trocknen lassen.

Schatz hat eine gut ausgestattete Werkstatt. Und dort gibt es die Möglichkeit, Gegenstände zu sandstrahlen. Hinein mit der Glasplatte in die Kiste.

Per Druckluftpistole wird feiner Sand auf die Oberfläche geblasen, so dass sie aufgeraut und matt wird.

Nachdem ich den Staub abgewaschen und das Rubbelkrepp abgezogen habe, sieht die Platte so aus.

Aus einem alten Reststück Buchenholz hat Schatz mit Säge und Forstnerbohrer den Halter für die Glasplatte gemacht.

Abgeschliffen und mit Wachslasur überzogen, musste das Teil nur kurz trocknen, dann konnte die Glasplatte an ihren Platz.

Und am Abend, als es dunkel war, habe ich das Teelicht dann angezündet.

Wir haben schon beschlossen, dass wir noch andere Glas-Licht-Objekte bauen werden in der nächsten Zeit.
Jetzt aber erstmal ab zum creadienstag mit dem Leuchtturm-Licht.

Zweiteilig

Eigentlich waren das zwei Projekte.
Und jetzt ist quasi ein Twinset draus geworden …

Twinset

Im Frühjahr habe ich mir graues, glänzendes Garn gekauft (Micro von Junghans-Wolle, ich weiß, das ist „Plastik“) und eine Art Seelenwärmer gestrickt.

Twinset

Wenn man es einmal gestrickt hat, ist das Lochmuster leicht zu merken und strickt sich gut.

Twinset

Und weil ich wie üblich zu viel Garn eingekauft hatte, war noch einiges übrig. Die gleiche Qualität in hellsilbergrau lag noch im Schrank, aufgeriffelt von einem misslungen mehrfarbigen Projekt.
Was liegt also näher, als die beiden zu kombinieren und einen „Restepulli“ zu stricken?

Twinset

Nach Resten sieht er allerdings nicht aus, oder?
Hier habe ich zum ersten Mal „top-down“ gestrickt, also am Hals begonnen und ohne Naht nach unten gearbeitet.

Twinset

Ärmel mit Raglanschräge und Lochmuster. Ließ sich ebenfalls einfach stricken und ich war begeistert, wie gut das funktioniert mit dem „von oben herab“.
Anleitung gibt’s keine dafür, wieder mal nach Gefühl gestrickt.

Twinset

Auch wenn die beiden Lochmuster unterschiedlich sind, finde ich, dass Pulli und Jacke gut harmonieren.

Und weil jetzt endlich alle Fäden vernäht sind, ab damit zum creadienstag.
 

Schwimmende Walnüsse

Zum creadienstag gibt es ein ganz aktuelles Projekt mit einer Vorgeschichte von drei Jahren und einer Laufzeit von mindestens einem Jahr. Neugierig geworden?

Dann zuerst die Vorgeschichte:

Wir haben einen relativ jungen Walnussbaum im Garten, einen veredelten.
Will sagen einen, der nicht so schnell und nicht so hoch wächst und der trotzdem schon Früchte trägt.
Wenn Spätfröste nicht die jungen Austriebe und Blüten zu schwarzbraunen Trauerfloren werden lassen.
Und wenn nicht die Eichhörnchen und Krähen die Nüsse stibitzen, bevor wir sie ernten können.

Vor drei Jahren habe ich dann in den Commissaire-Bruno-Krimis von Martin Walker von einer Spezialität aus dem Périgord gelesen und dachte mir: Das ist die Lösung!

Man pflückt die Walnüsse in unreifem Zustand, grüne Hülle, weißlicher weicher Inhalt.
Sie werden geviertelt und mit Zucker, Schnaps und Rotwein angesetzt.
Sechs Wochen muss alles ziehen, kann dann abgeseiht und in Flaschen gefüllt werden, kommt Weihnachten als Aperitif auf den Tisch.
Klingt einfach und gut, klingt nach viel Natur und wurde gemacht.

Problem: Weihnachten war uns dieser „Vin de Noix“ viel zu herb. Die Gerbstoffe der Walnuss zogen uns alle Geschmacksnerven zusammen, auch ein leicht erhöhter Zuckerzusatz half nicht wirklich. War also nix, vergessen wir das.
Und die restlichen Flaschen landeten im Keller und wurden ebenfalls vergessen.

Zeitsprung: Anfang dieses Jahres habe ich beim Aufräumen im Keller zwei Flaschen Vin de Noix von 2014 gefunden. Gut abgelagert – aber noch genießbar?
An einem Sonntag im Januar haben wir eine Flasche geöffnet und ein wenig vom Inhalt in Sherry-Gläser gegossen. Dunkles Braunrot, ein würziger Duft und beim zaghaften Nippen ein runder, weicher Geschmack, der uns ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
Nach fast drei Jahren Reifezeit war aus dem kratzigen Gebräu ein angenehm herber Trunk geworden. Damit war klar: Dieses Jahr machen wir neuen Vin de Noix.

Und so habe ich einige Walnüsse gepfückt, gewaschen und geviertelt, habe sie mit den abgemessenen Zutaten (Zucker, Obstler und Rotwein) in Gläser gefüllt, alles gut umgerührt und verschlossen.
In sechs Wochen werde ich abfüllen und dann – für mindestens ein Jahr ruhen lassen.

Das Rezept? Okay, hier kommt das Mischungsverhältnis, das dem Original von Commissaire Bruno in etwa entspricht:

6 grüne, unreife Walnüsse mit Schale
70 – 80 g Zucker (oder mehr, wenn man es süßer mag)
125 ml Obstler
1 l halbtrockener Rotwein

Und nun ab damit zum creadienstag.

Fisch gefällig?


 
FischLeben (2)

Acryl auf Leinwand, 40 x 40 cm

* * * * *

Mal wieder Stillleben gemalt, letztens.
Reduziertes Motiv auf strukturiertem Hintergrund.
Es gibt noch zwei davon:
 

 
FischLeben (1)

Acryl auf Leinwand, 40 x 40 cm

 

 
FischLeben (3)

Acryl auf Leinwand, 40 x 40 cm

* * * * *

Zur Zeit geht’s weiter mit Landschaften, denn am 5. März ist Vernissage für meine Ausstellung im Rathaus unserer Gemeinde.
Ich freue mich drauf, bin aber ein bisschen unter Stress, weil ich noch einige Bilder malen möchte / muss – und die Zeit ist arg knapp.
Aber das wird schon werden.

Die Fische schicke ich zum creadienstag und schaue mal, was all die andere so machen.
 

Herbstgestrickt für Winterfüße


 
Zur Zeit ist es kalt im Land und auch mein Schatz schätzt warme Füße.
Im Herbst habe ich ihm ein paar Socken gestrickt – ihr wisst: Socken gehen zwischendurch immer – und jetzt ist es so weit: Er hat sie zum ersten Mal (seit dem Foto-shooting) angezogen.

Die Sockenwolle habe ich im Herbsturlaub gekauft. Fragt mich jetzt nicht, welche Marke das genau war. War in einem Restposten-Korb irgendwo in Österreich.
Schatz hat die Farbe ausgesucht und irgendwann nach dem Urlaub habe ich dann gestrickt.
 

 
Das Muster habe ich mir ausgedacht:
Anschlag 64 M
1.+2. Rd.: *6 M re, 2 M li, 2 M re, 2 M li, 2 M re, 2 M li* (von * bis * wdh.)
3. Rd.: * 6 M re, 2 M li, 2 M verzopfen (1 M hinter die Nadel legen, 1 M re, dann die hintere M re), 2 M li, 2 M verzopfen, 2 M li* (von * bis * wdh.)

Bündchen: 2 M re, 2 M li im Wechsel
Ferse: Bumerangferse
Spitze: Sternchenspitze (also Abnahmen in Runden)

* * * * *

Eigentlich wollte ich euch etwas anderes zeigen, bin aber noch nicht fertig.
Das gibt’s dann nächste Woche.
Und die Socken laufen jetzt schnell zum creadienstag.
Mal sehen, was es dort sonst noch zu sehen gibt.