Work in progress: Pullover geringelt


 
Seit einer Weile habe ich einen geringelten Pullover auf den Nadeln.
Drei Farben: Apfelgrün, Meerblau und Dunkelblau; Nadelstärke 3,5.
 

 
Ich stricke wie meistens ohne Anleitung, was immer mal wieder zur Folge hat, dass ich ein Stück weit aufreifeln muss. Hier lag es daran, dass meine Streifenfolge zu lang geworden wäre (und ich wollte kein Strickkleid).

Wie das so ist: An dieser Stelle brauchte ich eine Pulli-Pause und da kam die Mützenstrick-Aktion (siehe letzte Woche) genau richtig.
Ich stricke immer noch Mützen, doch zwischendurch arbeite ich auch wieder mit dem dünnen Garn in Ringeln. 🙂
 

 
So weit bin ich inzwischen. Ihr seht, es braucht nicht mehr viel.

Wie bin ich vorgegangen?
Ich habe zuerst mit dem Nadelspiel am einen Ärmelende angefangen und in Runden Richtung Mitte gestrickt. Dann die Maschen geteilt, weitergestrickt, dabei den U-Boot-Ausschnitt gearbeitet. Maschen wieder zur Runde geschlossen und zweiten Ärmel gegengleich bis unten gestrickt.
 

 
Am Halsausschnitt Maschen aufgefasst und eine Blende gestrickt.
Am Körper ebenfalls Maschen aufgefasst und nun stricke ich in Runden so lang, wie der Pullover werden soll.

Mein Pullover-Projekt wandert jetzt zum creadienstag, zu Fannys liebste Maschen und zu Häkelline.

 

Advertisements

Frostige Zeiten – Da tut eine Mütze gut


 
Heute Morgen gab’s bei uns den ersten Bodenfrost. Die Nacht war klar, da wird es kalt, keine Frage im November. Und im Sonnenschein glitzern dann die feinen Kristalle und Tautropfen.
Die richtige Jahreszeit für Mützen – Mützen – Mützen.
 

 
Erinnert ihr euch? In den letzten zwei Jahren habe ich Mützen gestrickt für die Kleiderkammer unserer Gemeinde. Dort werden Flüchtlinge eingekleidet, aber auch andere Bedürftige können dort Kleidung und zum Teil Hausrat bekommen, wenn es ihnen möglich ist gegen eine kleine Spende.
 

 
Im Oktober habe ich bei der Leiterin nachgefragt, ob auch in diesem Jahr Mützen benötigt werden. Klar, immer gerne. Und dann hat sie hat mir Wolle vorbeigebracht, die die Handarbeitsgruppe der Gemeinde aussortiert hat.
Das gibt reichlich Arbeit!
 

 
Zuerst mal habe ich ein bisschen sortiert nach Farben, dann habe ich losgelegt.
Mütze um Mütze, abends beim Fernsehen, auf längeren Autofahrten, beim Quatschen mit Freunden.
 

 
Inzwischen sind zwölf ganz unterschiedliche Mützen fertig.
Und an Nummer dreizehn arbeite ich gerade.
 

 
Jetzt aber ganz schnell ab damit zum creadienstag.

 

Meeres-Socken

Socken gehen immer, das habe ich schon mehr als einmal geschrieben.
Ich liebe es, zwischendurch ein Paar zu nadeln, weil das ein überschaubares Projekt ist.
Außerdem kaufe ich Sockenwolle gerne, wenn sie im Angebot ist (z.B. beim Sortimentswechsel). Da ist mir diese meeresfarbene Wolle in die Finger gefallen.
 

 
Ich mag Muster, die einfach zu stricken sind und die es mir leicht machen, beide Socken gleich lang zu stricken.
Zu diesem Garn dachte ich mir: Ich brauche ein Muster, das an Wellen erinnert.
 

 
Und habe mir eins ausgedacht (kann natürlich auch sein, dass es das irgendwo schon gibt, aber ich habe nicht danach gesucht). Mir ging es um eine Art Rippenmuster, das elastisch ist und nicht so schnell ausleiert.

Maschenzahl teilbar durch 8
Bündchen: 20 Reihen „2 M re, 2 M li“

Mustersatz (über 8 M):
1. – 6. R.: 6 M re, 2 M li
7. R.: 1 Umschlag, 1 einfacher Überzug (1 M abheben, 1 M re, die abgehobene M über die gestrickte M ziehen), 4 M re,2 M li
8. und alle geraden R.: Die M stricken, wie sie erscheinen, den Umschlag re verschränkt abstricken
9. R.: 1 M re, 1 Umschlag, 1 einf. Überzug, 3 M re, 2 M li
11. R.: 2 M re, 1 Umschlag, 1 einf. Überzug, 2 M re, 2 M li
13. R.: 3 M re, 1 Umschlag, 1 einf. Überzug, 1 M re, 2 M li
15. R.: 4 M re, 1 Umschlag, 1 einf. Überzug, 2 M li
 

 

Und nun ab mit den Socken zum creadienstag, zu Fanny’s liebste Maschen und zu Häkeline.

 

Kreisendes Objekt


 
Manchmal müssen es Häkelkreise sein. Schwarz-Weiß oder Bunt.
 

 
Schön ist es, wenn diese Kreise nicht starr sind sondern beweglich. Also könnte man sie drehbar lagern. Entweder so …
 

 
… oder so:
 

 
Herbst ruft nach Farbe, vor allem auch mit Blick auf den Winter.
Also noch ein bisschen Blütenartiges ergänzen.
 

 
Und dann beschließe ich: Projekt fertig !
 

 
Aus einem alten Fahrradrahmen vom Sperrmüll wurde dieses „Kreisende Objekt“, das in den nächsten Tagen neben dem galerie.mobil seinen Platz finden wird.
Mal sehen, was die Besucher beim Offenen Atelier dazu sagen.

Jetzt aber erstmal zum creadienstag damit, auch wenn ich es tragen muss, weil es kopfüber ja nicht rollen kann.

Nachtrag:
Ich schicke mein „Kreisendes Objekt“ auch noch zu Fanny’s liebste Maschen und zu Häkelline.
 

Experiment Holzschnitt (1)

Erinnert ihr euch an den Kunst-Unterricht in der Schule? Musstet ihr damals auch Linoldruck machen? Extra dafür ein Linoldruck-Set kaufen mit Farbplatte, Gummirolle, schwarzer Druckfarbe und diesen Schnitzmessern. Dazu braunes Linoleum, auf der Rückseite mit Jutegitter verstärkt.
Und dann gab es irgendein Thema, das wir umsetzen sollten.
Ich habe das gehasst. Vermutlich, weil uns niemand erstmal erklärt hat, wie man mit Werkzeug und Material arbeitet, was es alles für Möglichkeiten gibt.
Und nach dem einen Projekt im Unterricht war nie wieder die Rede davon.
Seitdem lag das Zeug bei mir in irgendeiner Schublade, denn wegwerfen wollte ich es nicht.
 

 
Linoldruck gehört zu den Druckgrafik-Techniken, ist ein Hochdruck-Verfahren. Das bedeutet nicht, dass man mit hohen Druck druckt (kann man, muss man aber nicht), sondern dass die hochstehenden Flächen drucken, die ausgeschnittenen Teile bleiben frei.
Genauso funktioniert auch der Holzschnitt.
Dabei wird das Bild, die Grafik statt in Linoleum in eine Holzplatte geschnitten. Ich habe mir die Technik im Internet angeschaut. Vor allem der Farb-Holzschnitt hat mich fasziniert. Dabei werden mehrere Platten geschnitten, die Teile des Motivs tragen und jeweils für eine Druckfarbe gedacht sind. Dann werden nacheinander die Platten eingefärbt und abgedruckt, eine über die andere.

Ihr kennt mich: Sowas muss ich einfach ausprobieren.
Also habe ich letztens in einem Zeichenblock ganz viele Zeichnungen gemacht, lauter kleine Entwürfe, was man denn in Holz schneiden und drucken könnte. Einzelne Motive, die vielleicht auch übereinander ihre Wirkung entfalten könnten.
 

 

 
Als nächstes habe ich die Motive eingescannt, am PC nachbearbeitet und schon mal am Monitor ein bisschen Drucken gespielt (meint: einzelne Motive übereinander gelegt). Weil ich nämlich für den Anfang nur vier quadratische Holzplatten hatte, also eine Auswahl treffen musste.
 

 
Ich habe Pappelsperrholz gewählt.
Sperrholz, weil es sich nicht so leicht verzieht, wenn man mit wasserlöslichen Druckfarben arbeitet.
Pappel, weil das ein weiches Holz ist und ich hoffte, dass mein Linolschnitz-Set dafür ausreicht.
Meine Motive habe ich mit Bleistift auf das Holz übertragen.
 

 
Dann ging es ans Schnitzen. Zuerst mit dem Messer die Kanten schneiden, damit das Holz nicht splittert. Dann mit den anderen Werkzeugen die Vertiefungen ausarbeiten.
Das hat eindeutig meditativen Charakter, auch wenn man ziemlich drücken muss und die Hand anschließend ein bisschen weh tat.
 

 
Hier sind also die vier geschnittenen Holzquadrate, alle in der Größe 13 x 13 cm.
Außerdem habe ich noch eine ungeschnittene Sperrholzplatte in gleicher Größe, mit der ich farbigen Hintergrund drucken möchte.

Soweit die Vorbereitungen. Zum Drucken komme ich beim nächsten Mal.

Jetzt ab damit zum creadienstag.
 

Gläsernes für eine Freundin

Vor einer Weile hatte ich euch meinen Teelichthalter mit beschränktem Durchblick gezeigt.

Eine gute Freundin von mir hat gerade ihr neues Buch, einen Krimi, veröffentlicht. Ich durfte vor der Veröffentlichung schon als Testleserin fungieren und bin begeistert.
Der Krimi spielt am Neusiedler See im Osten Österreichs und die Hauptfigur, Luise Pimpernell ermittelt in einem Mordfall.

Für die Buchpräsentation am nächsten Sonntag habe ich meiner Freundin dann drei Teelichthalter mit ihrer Comic-Version der Ermittlerin, der gezeichneten Lu Pimpi, und dem Leuchtturm vom Buchcover geschickt.
Das Foto habe ich abends noch schnell gemacht, bevor ich alles gut eingepackt habe.

Und wenn euch das Buch selber interessiert, hier der Link zum Verlag:
Tod eines Surfers

Und natürlich schicke ich Lu Pimpi jetzt gleich mal zum creadienstag.
 

und nochmal Lochmuster …

Auch wenn der Sommer inzwischen (fast) vorbei ist, gibt’s heute noch ein Strick-Top ohne Ärmel, dafür mit vielen kleinen Löchern.
 

 
Das Baumwollgarn mit Farbverlauf von Gelb über Weiß nach Grau war ein Restposten im Kaufhaus. Und da lagen auch Zettel mit diesem Lochmuster herum. Also habe ich beides mitgenommen und geschaut, was ich daraus machen kann.
 

 
Das Muster sieht komplizierter aus, als es sich strickt. Wenn man das Schema einmal kapiert hat, geht’s fast von alleine, zumindest ohne Zettel und Nachzählen der Reihen.
 

 
Als Kantenabschluss am Ausschnitt und an den Armen habe ich einfach eine Lochreihe gestrickt, gefolgt von einer Reihe glatt rechts und dann links abgekettet. Das sitzt super.

Und dann fiel mir mit einem Mal auf, dass das Grau im Baumwollgarn genau zum Grau meines Seelenwärmerchens von letztens passt:
 

 
Also werde ich das Top wohl doch noch tragen können, auch wenn es heute arg nach Herbst aussieht.

Jetzt schicke ich es erstmal schnell zum creadienstag und schaue, was dort noch alles gezeigt wird.
Und auf eine nette Einladung hin auch zu Fannys liebsten Maschen.