und nochmal Lochmuster …

Auch wenn der Sommer inzwischen (fast) vorbei ist, gibt’s heute noch ein Strick-Top ohne Ärmel, dafür mit vielen kleinen Löchern.
 

 
Das Baumwollgarn mit Farbverlauf von Gelb über Weiß nach Grau war ein Restposten im Kaufhaus. Und da lagen auch Zettel mit diesem Lochmuster herum. Also habe ich beides mitgenommen und geschaut, was ich daraus machen kann.
 

 
Das Muster sieht komplizierter aus, als es sich strickt. Wenn man das Schema einmal kapiert hat, geht’s fast von alleine, zumindest ohne Zettel und Nachzählen der Reihen.
 

 
Als Kantenabschluss am Ausschnitt und an den Armen habe ich einfach eine Lochreihe gestrickt, gefolgt von einer Reihe glatt rechts und dann links abgekettet. Das sitzt super.

Und dann fiel mir mit einem Mal auf, dass das Grau im Baumwollgarn genau zum Grau meines Seelenwärmerchens von letztens passt:
 

 
Also werde ich das Top wohl doch noch tragen können, auch wenn es heute arg nach Herbst aussieht.

Jetzt schicke ich es erstmal schnell zum creadienstag und schaue, was dort noch alles gezeigt wird.

 

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Zweiteilig

Eigentlich waren das zwei Projekte.
Und jetzt ist quasi ein Twinset draus geworden …

Twinset

Im Frühjahr habe ich mir graues, glänzendes Garn gekauft (Micro von Junghans-Wolle, ich weiß, das ist „Plastik“) und eine Art Seelenwärmer gestrickt.

Twinset

Wenn man es einmal gestrickt hat, ist das Lochmuster leicht zu merken und strickt sich gut.

Twinset

Und weil ich wie üblich zu viel Garn eingekauft hatte, war noch einiges übrig. Die gleiche Qualität in hellsilbergrau lag noch im Schrank, aufgeriffelt von einem misslungen mehrfarbigen Projekt.
Was liegt also näher, als die beiden zu kombinieren und einen „Restepulli“ zu stricken?

Twinset

Nach Resten sieht er allerdings nicht aus, oder?
Hier habe ich zum ersten Mal „top-down“ gestrickt, also am Hals begonnen und ohne Naht nach unten gearbeitet.

Twinset

Ärmel mit Raglanschräge und Lochmuster. Ließ sich ebenfalls einfach stricken und ich war begeistert, wie gut das funktioniert mit dem „von oben herab“.
Anleitung gibt’s keine dafür, wieder mal nach Gefühl gestrickt.

Twinset

Auch wenn die beiden Lochmuster unterschiedlich sind, finde ich, dass Pulli und Jacke gut harmonieren.

Und weil jetzt endlich alle Fäden vernäht sind, ab damit zum creadienstag.
 

SockenWollePulli „Catalan“


 
Hier ist noch ein Pullover, den ich letztes Jahr schon gestrickt, jetzt aber erst getragen habe.
Wir fahren im Urlaub gerne nach Südfrankreich, ans Mittelmeer mit den Pyrenäen im Hintergrund. Der französische Teil Kataloniens ist einfach schön.
Rote und currygelbe Sockenwolle (vom Discounter) in schmalen Streifen – das erinnert mich immer an diese Region.
 

 
Und damit das Glatt-rechts-Stricken nicht langweilig wird, habe ich in die Mitte einen Streifen Muster gestrickt. Die Socken-Fans kennen es: Gundel lässt grüßen

Pullover aus Sockenwolle brauchen zwar lange, bis sie fertig werden, aber sie sind angenehm warm und lassen sich problemlos in der Waschmaschine waschen.
Und nun ab damit zum creadienstag.
 

Pimp My Shirt

Vor ein paar Wochen habe ich im Kleiderschrank aufgeräumt, einiges aussortiert und dabei ganz unten im Stapel dieses Langarm-Shirt gefunden.
 

 
Ein schlichtes Shirt, ich mag die Farbe, aber leider ist es zu kurz, sowohl an den Ärmeln als auch unten herum. Und dann kam mir eine Idee:
Warum nicht das Shirt verlängern – und zwar mit Strick !!
Im Fundus gab es noch drei Knäuel einfache Sockenwolle, die farblich perfekt passte.

Aber wie kann ich an das Shirt direkt anstricken, damit der Übergang schön elastisch bleibt?
 

 
Zuerst habe ich mit der Wolle und einer spitzen Nadel die Kanten im Knopflochstich umstochen.
War eine etwas langwierige Prozedur, weil ich mit langem Faden gearbeitet habe, um nicht so viele Enden vernähen zu müssen.
 

 
Danach ging’s dann flott. Aus den Querfäden habe ich Schlingen auf die Nadel aufgestrickt. An der unteren Kante habe ich mit einer Rundstricknadel gearbeitet, an den Ärmeln mit dem Nadelspiel.
 

 
Als Strickmuster habe ich mir das Pfauenmuster ausgesucht:
Maschenzahl teilbar durch 18
1. R.: * 6mal je 2 M li zusstr, 6mal (1 U, 1 M re) stricken * (von * bis * wdh)
2. – 4. R.: alle Maschen und Umschläge rechts stricken
 

 
Nachdem die Fäden vernäht waren, habe ich die Strickbordüren von links mit dem Dampfbügeleisen traktiert, damit sie schön weich fließend werden.
 

 
Und weil mir der Halsausschnitt zu nackt war, stricke ich aus dem restlichen Garn einen schmalen Schal.

Mein gepimptes Shirt wandert jetzt zum creadienstag.
 

Jeans-Jäckchen mal anders


 
Mir ist ein Garn aus recycled Denim – als aufgearbeiteter Baumwolle (Jeans?) – in die Finger gefallen. Weich, kleine Noppen im Faden, helles Jeansblau – daraus musste ich einfach etwas stricken.
Und weil ich in diesem Jahr Spaß an Lochmustern gefunden habe, gibt’s ein kleines Jäckchen mit ganz vielen Lochreihen.
 

 
Die Jacke ist in einem Stück gestrickt, mit dem Bündchen am Rücken begonnen.
Zunahmen an beiden Seiten für die Ärmel, dann Teilen und die beiden Vorderteile gegengleich direkt dran gestrickt. Auch die Bündchen (kraus rechts) sind gleich angestrickt, so dass ich am Ende nur noch die Seitennähte schließen und die Knöpfe annähen musste. Die sind übrigens aus meinem Fundus, alte Perlmuttknöpfe, vermutlich von Mutter oder Schwiegermutter.
 

 
Hier sieht man, wie sich die schrägen Lochreihen am Rücken in der Mitte treffen.
Ich hoffe, dass sich durch diese Musterführung die Jacke nicht verzieht.

 

Im Frühjahr an den Herbst gedacht

Es war schon ein komisches Gefühl, Anfang Mai in der Provence einen dicken Wollpullover zu stricken. Antizyklisch nennt man das wohl.
 

 
Ich mag Zopfmuster. Und hier waren es nicht zu viele Maschen, die verzopft werden mussten. Deshalb und wegen der dicken Trachtenwolle strickte sich das Ganze recht entspannt.
 

 
Rechts und links vom zentralen Zopf habe ich glatt rechts gestrickt.
Dann teilt sich der Zopf und in der Mitte wächst ein neuer empor. Innerhalb des Zopfbereichs lässt glatt links die Zöpfe gut hervortreten.
 

 
Den Rollkragen habe ich halsfern gestrickt, ich mag’s nicht so eng.
Als Bündchenmuster dient – auch an den Ärmeln und am Bund unten – ein großes Perlmuster.

 

Socken-Allerlei


 
Seit dem Frühjahr habe ich diverse Socken gestrickt, immer zwischendurch, insgesamt fünf Paar sind es geworden (und ein sechstes ist gerade in Arbeit).

Das erste Paar ist aus zwei einfarbigen Resten gestrickt:
 

 
Das zweite Paar aus sechsfädiger Wolle mit einem Muster in Eigenkreation, inspiriert ein bisschen vom Gundel-Muster.
 

 

 
Bei meinem Besuch in einem Wollgeschäft in der nächsten Stadt musste ich einfach etwas mitnehmen – dieser Sockenwolle konnte ich nicht widerstehen.
 

 
Irgendwann im Winter hatte ich zwei Knäuel blaugemusterte Sockenwolle gekauft, ursprünglich für eine Schal. Meine Mutter wollte es aber lieber bunter, also konnte ich Socken stricken (und habe natürlich noch Wolle für mindestens ein weiteres Paar).
 

 
Und diese Sockenwolle habe ich im Urlaub gekauft, weil ich auch unterwegs kaum an Wollgeschäften vorbei gehen kann.
 

 
So langsam ist meine Sockenschublade voll. Aber alte gekaufte Socken werden ja auch nach und nach ausgemistet, dann ist wieder Platz.

Jetzt mal schnell ab damit zum creadienstag.