Mäntelchen, die zweite

Heute scheint die Sonne, es ist mild und wirkt wie Frühling. Keine Spur vom düsteren November.
Ich weiß, das kann sich schnell wieder ändern, aber jetzt genieße ich das Licht erstmal.
 

 
Und weil ich noch ein paar bunte Granny Squares vom großen Baummantel übrig hatte, habe ich der Blutpflaume auch noch ein Mäntelchen gehäkelt.
Ging schnell, weil der Baum noch recht zierlich ist.
 

 
Natürlich auch diesmal wieder mit Knöpfen zum einfachen An- und Ausziehen.
 

 
Ich glaube, jetzt muss ich erstmal wieder andere Handarbeiten machen, sonst denkt mein Schatz, ich wolle den ganzen Garten einhäkeln.
 

Gegen das Grau

Es ist November, oft ist der Himmel grau, düster, immer wieder nässt es aus den Wolken.
Ungemütlich. Uselig, wie man gerne sagt.

Die Bäume haben ihre Blätter inzwischen fast vollständig verloren.
Nackt stehen sie da. Graubraune Rinde. Trist.
Aber dagegen kann man ja etwas tun.
 

 
Der große Apfelbaum im Garten hat einen Häkelmantel bekommen.
Mit Ärmeln.
 

 
Rundgang um den Baum.
Granny-Squares verbunden mit Freistil-Häkelei.
 

 
Das Ganze geknöpft.
Denn so ein Mantel will ja vielleicht im Frühling ausgezogen werden.
Und muss ja auch mal gewaschen werden, oder?
Maßanfertigung.
 

 
Ich hoffe, dem Baum gefällt’s.
Und ich hoffe, dass die Kater nicht ihre Krallen daran ausprobieren.
Der bunte November wandert jetzt zum creadienstag.
 

Schon wieder so viel Zeit vergangen

Ich weiß, ich habe das in diesem Jahr mehr als ein Mal geschrieben.
Die Zeit fliegt.
Sie ist gut gefüllt – und ich passe auf, dass die Füllung nicht zu üppig wird.
Muße-Zeiten müssen sein.
Zeiten, in denen ich etwas mache, was nicht wichtig ist, was keinen offensichtlichen Nutzen hat. Etwas, zu dem ich im jeweiligen Moment einfach Lust habe.
Das entspannt und entschleunigt ungemein.

Trotzdem vergeht die Zeit.
Schon wieder ein Wochenende vorbei.
Schon wieder Montag.
Schon wieder wochenlang keinen Blog-Beitrag geschrieben.
Aber ich muss ja nicht.

Jetzt will ich aber mal wieder.
Heute diese Notiz, morgen der creadienstag.
Und übermorgen?
Wird sich finden.
Oder auch nicht.

Es geht auf den Advent zu, also:
Bloß kein Stress !!!

 

Sie ziehen …

Ihr Rufen klingt weit, ist so charakteristisch, dass ich sofort den Himmel absuche. Aus Norden kommen die Kraniche gezogen in ihrer Formation.
 

 
Spät sind sie in diesem Jahr, denke ich. Und dann passiert etwas, das ich bisher noch nie gesehen habe.
 

 
Über uns löst sich die Pfeilform plötzlich auf, wird zu einem Wirbel von Vögeln, die über unseren Köpfen kreisen und kreisen.
 

 
Sie steigen auf in der Thermik, gewinnen mit jeder Runde an Höhe. Und ständig rufen sie und rufen und ich denke: Werden sie gar nicht heiser auf ihrem langen Flug?
 

 
Wie abgesprochen bildet sich aus dem Strudel erneut eine Pfeilspitze, die Vögel gehen auf Kurs. Und ich staune, wie schnell sie den Himmel queren und fort sind.