Meeres-Socken

Socken gehen immer, das habe ich schon mehr als einmal geschrieben.
Ich liebe es, zwischendurch ein Paar zu nadeln, weil das ein überschaubares Projekt ist.
Außerdem kaufe ich Sockenwolle gerne, wenn sie im Angebot ist (z.B. beim Sortimentswechsel). Da ist mir diese meeresfarbene Wolle in die Finger gefallen.
 

 
Ich mag Muster, die einfach zu stricken sind und die es mir leicht machen, beide Socken gleich lang zu stricken.
Zu diesem Garn dachte ich mir: Ich brauche ein Muster, das an Wellen erinnert.
 

 
Und habe mir eins ausgedacht (kann natürlich auch sein, dass es das irgendwo schon gibt, aber ich habe nicht danach gesucht). Mir ging es um eine Art Rippenmuster, das elastisch ist und nicht so schnell ausleiert.

Maschenzahl teilbar durch 8
Bündchen: 20 Reihen „2 M re, 2 M li“

Mustersatz (über 8 M):
1. – 6. R.: 6 M re, 2 M li
7. R.: 1 Umschlag, 1 einfacher Überzug (1 M abheben, 1 M re, die abgehobene M über die gestrickte M ziehen), 4 M re,2 M li
8. und alle geraden R.: Die M stricken, wie sie erscheinen, den Umschlag re verschränkt abstricken
9. R.: 1 M re, 1 Umschlag, 1 einf. Überzug, 3 M re, 2 M li
11. R.: 2 M re, 1 Umschlag, 1 einf. Überzug, 2 M re, 2 M li
13. R.: 3 M re, 1 Umschlag, 1 einf. Überzug, 1 M re, 2 M li
15. R.: 4 M re, 1 Umschlag, 1 einf. Überzug, 2 M li
 

 

Und nun ab mit den Socken zum creadienstag, zu Fanny’s liebste Maschen und zu Häkeline.

 

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Kreisendes Objekt


 
Manchmal müssen es Häkelkreise sein. Schwarz-Weiß oder Bunt.
 

 
Schön ist es, wenn diese Kreise nicht starr sind sondern beweglich. Also könnte man sie drehbar lagern. Entweder so …
 

 
… oder so:
 

 
Herbst ruft nach Farbe, vor allem auch mit Blick auf den Winter.
Also noch ein bisschen Blütenartiges ergänzen.
 

 
Und dann beschließe ich: Projekt fertig !
 

 
Aus einem alten Fahrradrahmen vom Sperrmüll wurde dieses „Kreisende Objekt“, das in den nächsten Tagen neben dem galerie.mobil seinen Platz finden wird.
Mal sehen, was die Besucher beim Offenen Atelier dazu sagen.

Jetzt aber erstmal zum creadienstag damit, auch wenn ich es tragen muss, weil es kopfüber ja nicht rollen kann.

Nachtrag:
Ich schicke mein „Kreisendes Objekt“ auch noch zu Fanny’s liebste Maschen und zu Häkelline.
 

Offene Ateliers Oberberg 2017


 
Es ist wieder so weit, die Offenen Ateliers Oberberg 2017 stehen vor der Tür, organisiert von EngelsArt.
Wie in den letzten Jahren nehme auch ich teil und öffne mein Atelier bzw. das galerie.mobil am Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Ich bin gespannt, wer dann zu mir finden wird, denn wir wohnen etwas abgelegen von den Hauptrouten der Kunst-Szene im Oberbergischen.

Das galerie.mobil – ein umgebauter Wohnwagen auf unserem Grundstück – ist gefüllt mit aktuellen Bildern. Landschaften in Acryl auf Leinwand und Papier, moderne, reduzierte Stillleben und abstrakte Versuche mit Strukturen.
Und ganz neu: Ich arbeite gerade mit Holzschnitten und erstelle farbige Druckgrafiken. Eine spannende Erfahrung.

Wer mehr wissen möchte zu den Offenen Ateliers kann sich den Flyer herunterladen oder auf der Homepage von EngelsArt vorbeischauen.

Experiment Holzschnitt (3)

Nach all den Übungsdrucken jetzt endlich etwas, das man rahmen und ausstellen kann, dachte ich mir.

Ich habe mich für das glatte Papier entschieden, weil es die Farbe gleichmäßiger annimmt als das raue Aquarellpapier.
Ich bereite vier Blätter A4 und ein Blatt A3 vor, indem ich mir mit feinen Bleistiftpunkten markiere, wo ich den Druck platzieren möchte.
Dann starte ich mit einer einfarbigen Grundierung in Graugrün.

Als Kontrastfarbe nehme ich eine Art Korallenrot und wähle die Druckplatte mit der Ammoniten-Spirale.

Das Druckbild gefällt mir gut. Ich drucke vier solche Motive auf die A4-Blätter.

Auf dem A3-Blatt drucke ich vier Quadrate im Quadrat. Dabei nur zweimal die Spirale, ergänzt durch die Wellen.
Bei diesem Blatt muss ich besonders sorgsam arbeiten, damit ich das Blatt nicht verschmiere beim mehrfachen Wenden und Drucken.
Ich lasse alle Drucke über Nacht gut trocknen und rahme am nächsten Tag.

Der Viererdruck kommt in einem Rahmen im Format 40 x 50 cm.

Die Serie aus vier Einzeldrucken bekommen Rahmen im Format 24 x 30 cm.
Alle Drucke sind signiert, die Serie auch nummeriert.

Ich hoffe, euch hat dieser Ausflug in den Holzschnitt gefallen.
Mir hat es viel Freude bereitet und ich werde demnächst sowohl mit den bestehenden Schnitten als auch mit weiteren (vielleicht auch auf Linoleum) fortfahren.

Experiment Holzschnitt (2)


 
So, jetzt geht’s ans Drucken!
Was brauche ich?
Papier: Ich habe mir zwei Papiersorten in passende quadratische Blätter geschnitten bzw. gerissen, ein glattes weißes Papier und ein raues Aquarellpapier. Außerdem habe ich ein paar alte Buchseiten für erste Probedrucke bereit gelegt.
Farben: wasserlösliche Linoldruckfarben in Gelb, Rot, Blau, damit ich mir beliebige Farbtöne mischen kann. Dazu noch Weiß und Schwarz (das hatte ich noch), zum Aufhellen und Abdunkeln.
Eine Gummirolle und eine Glasplatte zum Farbe-Ausrollen, ein Malspachtel zum Mischen der Farben und natürlich meine Druckplatten.
Auf zum Mischen …
 

 
Die Farbe dünn und gleichmäßig auf der Glasplatte ausrollen, sodass die Rolle ebenfalls gleichmäßig und dünn bedeckt ist. Dann die Holzplatte einfärben.
Ich musste erstmal ein Gefühl dafür bekommen, wie viel Farbe ich brauche.
 

 
Ich starte mit einem Abdruck auf eine Buchseite. Okay, das funktioniert.
Dann habe ich angefangen mehrschichtig zu drucken.

Zuerst mit der unbeschnittenen Platte einen farbigen, strukturierten Untergrund. Darauf dann einen ersten Motivdruck in Weiß – das wirkt schön transparent.

Darauf wiederum den nächsten Motivdruck in Kontrastfarbe.

So habe ich mich durch alle Platten gedruckt, jeweils mit zwei Kontrastfarben und jeweils auf beide Papiersorten.
Das Ergebnis einer langen „Druck-Session“:

Und als nächstes werde ich mit einer Farbkombination und einem oder zwei Motiven eine kleine Serie drucken, die ich rahmen möchte. Das zeige ich euch morgen.

Experiment Holzschnitt (1)

Erinnert ihr euch an den Kunst-Unterricht in der Schule? Musstet ihr damals auch Linoldruck machen? Extra dafür ein Linoldruck-Set kaufen mit Farbplatte, Gummirolle, schwarzer Druckfarbe und diesen Schnitzmessern. Dazu braunes Linoleum, auf der Rückseite mit Jutegitter verstärkt.
Und dann gab es irgendein Thema, das wir umsetzen sollten.
Ich habe das gehasst. Vermutlich, weil uns niemand erstmal erklärt hat, wie man mit Werkzeug und Material arbeitet, was es alles für Möglichkeiten gibt.
Und nach dem einen Projekt im Unterricht war nie wieder die Rede davon.
Seitdem lag das Zeug bei mir in irgendeiner Schublade, denn wegwerfen wollte ich es nicht.
 

 
Linoldruck gehört zu den Druckgrafik-Techniken, ist ein Hochdruck-Verfahren. Das bedeutet nicht, dass man mit hohen Druck druckt (kann man, muss man aber nicht), sondern dass die hochstehenden Flächen drucken, die ausgeschnittenen Teile bleiben frei.
Genauso funktioniert auch der Holzschnitt.
Dabei wird das Bild, die Grafik statt in Linoleum in eine Holzplatte geschnitten. Ich habe mir die Technik im Internet angeschaut. Vor allem der Farb-Holzschnitt hat mich fasziniert. Dabei werden mehrere Platten geschnitten, die Teile des Motivs tragen und jeweils für eine Druckfarbe gedacht sind. Dann werden nacheinander die Platten eingefärbt und abgedruckt, eine über die andere.

Ihr kennt mich: Sowas muss ich einfach ausprobieren.
Also habe ich letztens in einem Zeichenblock ganz viele Zeichnungen gemacht, lauter kleine Entwürfe, was man denn in Holz schneiden und drucken könnte. Einzelne Motive, die vielleicht auch übereinander ihre Wirkung entfalten könnten.
 

 

 
Als nächstes habe ich die Motive eingescannt, am PC nachbearbeitet und schon mal am Monitor ein bisschen Drucken gespielt (meint: einzelne Motive übereinander gelegt). Weil ich nämlich für den Anfang nur vier quadratische Holzplatten hatte, also eine Auswahl treffen musste.
 

 
Ich habe Pappelsperrholz gewählt.
Sperrholz, weil es sich nicht so leicht verzieht, wenn man mit wasserlöslichen Druckfarben arbeitet.
Pappel, weil das ein weiches Holz ist und ich hoffte, dass mein Linolschnitz-Set dafür ausreicht.
Meine Motive habe ich mit Bleistift auf das Holz übertragen.
 

 
Dann ging es ans Schnitzen. Zuerst mit dem Messer die Kanten schneiden, damit das Holz nicht splittert. Dann mit den anderen Werkzeugen die Vertiefungen ausarbeiten.
Das hat eindeutig meditativen Charakter, auch wenn man ziemlich drücken muss und die Hand anschließend ein bisschen weh tat.
 

 
Hier sind also die vier geschnittenen Holzquadrate, alle in der Größe 13 x 13 cm.
Außerdem habe ich noch eine ungeschnittene Sperrholzplatte in gleicher Größe, mit der ich farbigen Hintergrund drucken möchte.

Soweit die Vorbereitungen. Zum Drucken komme ich beim nächsten Mal.

Jetzt ab damit zum creadienstag.
 

Bunte Kartoffelpfanne mit Hackfleisch

Letztens habe ich eine (für mich) erschreckende Zahl gehört:
Laut Ernährungsreport 2017 (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) wird immer weniger selber gekocht, in Deutschland stehen nur noch 39 % regelmäßig am Herd.
Ich gehöre also einer Minderheit an – auch gut !!
Heute gab’s bei uns das hier:


 

Zutaten: (2 Personen)
5 – 6 mittelgroße Kartoffeln
1 TL Bio-Gemüsebrühe (Instant)
1 EL Olivenöl
200 g gemischtes Hackfleisch
1 Zwiebel
1 kleine rote Paprikaschote
je eine Hand voll TK-Erbsen und TK-Prinzessbohnen
Salz, Pfeffer
Majoran (getrocknet)

Zubereitung:
Kartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden.
Kartoffelwürfel mit wenig Wasser und der Gemüsebrühe in 10 – 12 min garen.
Nach 5 min die TK-Bohnen zugeben und mitgaren.
Zwiebel schälen und würfeln. Paprika putzen und ebenfalls würfeln.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Hackfleisch darin krümelig anbraten.
Zwiebelwürfel zugeben und anbraten, dann Paprikawürfel zugeben und andünsten.
Die gegarten Kartoffelwürfel und Bohnen zusammen mit dem Rest Brühe in die Pfanne schütten, Erbsen zugeben, mit Pfeffer und Majoran würzen und alles sanft köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
Evtl. noch nachwürzen mit Salz und Pfeffer und in der Pfanne servieren.

Guten Appetit !