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Seit wann blühen die denn?

11/02/2016

Vor ein paar Jahren habe ich ein Töpfchen mit kleinen Sanseverien beim Discounter mitgenommen. Sie sind gewachsen, sind umgetopft und immer mehr geworden. Inzwischen stehen sie überall in der Wohnung, fühlen sich bei meiner “Nicht-Pflege” anscheinend sehr wohl.

 

 

Letztens war mal wieder umpflanzen nötig, weil die Ableger die Töpfe zu sprengen drohten. Und was durfte ich da entdecken?
Einige der Sanseverien treiben Blüten!

 

 

Die kleinen Knospen werden länglich, dann platzen sie auf und zeigen zarte weiße Blüten.

 

 

Jetzt kann ich nur hoffen, dass Sanseverien nicht – wie man das von Agaven kennt – nach der Blüte eingehen.
Obwohl … es gibt ja schon wieder reichlich Ableger. ;-)

 

Buchtipp: Der Autor und die Fotografin

08/02/2016

Nein, das Buch heißt nicht so. Es heißt viel schöner:
Könnte ich meine Sehnsucht nach dir sammeln

 

 

Und hier haben zwei Menschen wirklich gesammelt: Fotos und Texte zu diesen Fotos.
Zoran Drvenkar ist Autor, schreibt Thriller und Kinderbücher.
Corinna Bernburg ist Fotografin und gestaltet Bücher.

Das Projekt ist einfach erklärt, war aber sicher nicht einfach durchzuhalten:
Die Fotografin macht jeden Tag ein Foto, das sie dem Autor gibt.
Noch am selben Tag, also bis Mitternacht, schreibt er einen Text, der durch das Foto inspiriert ist; meist Gedichte, aber auch kurze Impressionen oder Dramen.
Und das machen die beiden ein ganzes Jahr lang.

Das 2015 erschienene Buch “Könnte ich meine Sehnsucht nach dir sammeln” ist der erste von vier Bänden, in denen Fotos und Texte dieses Projektes zu entdecken sind.
Es ist das Sommer-Buch, enthält die Tage vom 8. Juli bis zum 5. Oktober.
Jeweils auf der linken Seite findet sich das Schwarzweiß-Foto, auf der rechten Seite steht der Text.
Die Bilder ganz unterschiedlich: Detailaufnahmen, Landschaften, Menschen, Alltägliches, Besonderes.
Die Texte, ebenso vielfältig, beschreiben nicht einfach die Fotos. Sie sind manchmal nur von einem Detail daraus angeregt, manchmal spinnen sie ganze Geschichten um das Bild herum.

Ein Buch, in das ich versinken kann.
Fotos, die mich berühren und von denen ich lerne (was die eigene Fotografie angeht).
Lyrik, die klingt, die in mir etwas mitschwingen lässt, weil ich sie nachempfinden kann.
Ein Buch voller Inspirationen, eines, das ich immer wieder zur Hand nehme, mal hier, mal dort aufschlage, schaue, lese.
Ein Buch, das Sehnsucht macht nach den anderen Jahreszeiten, nach den drei Bänden, die noch folgen werden – und die ich auf jeden Fall ebenfalls haben möchte.

Wie ich auf dieses Buch gestoßen bin?
Es gibt im rbb-Fernsehen seit Jahren eine Sendereihe namens Bauer sucht Kultur
Viermal im Sommer ist Max Mohr in Brandenburg unterwegs und besucht Künstler und Kulturschaffende aller Art, lässt sich ihr Heim und ihr Werk zeigen, erzählt mit ihnen, lockt auch sehr Persönliches hervor.
Die Sendungen von 2015 und 2014 können in der Mediathek des rbb angeschaut werden.
Und in einer dieser Sendungen war Max Mohr bei Zoran Drvenkar und Corinna Bernburg. Ihr Gespräch über das Foto-Text-Projekt und ein kurzer Einblick in das Buch haben bei mir sofort den Haben-Wollen-Reflex ausgelöst.

Zoran Drvenkar, Corinna Bernburg:
Könnte ich meine Sehnsucht nach dir sammeln
– Fotos & Gedichte (cbj 2015)
 

Nachtrag: Impressionen von der Vernissage

06/02/2016

Anfang Januar hatte ich euch erzählt, dass ich meine Landschaften und Stillleben im Rathaus in Waldbröl (Oberbergischer Kreis) ausstellen werde.
Inzwischen ist Halbzeit der Ausstellung und ich habe euch immer noch keine Fotos gezeigt von der Vernissage.

Vor der Ausstellungseröffnung kommt das “Hängen”, bei uns war das ein Freitagnachmittag, das Rathaus praktisch leer, die Flure verwaist.
Ich hatte schon eine ungefähre Vorstellung, welche Bilder wo hängen sollten. Schienen unter der Decke, Nylonfäden und verschiebbare Bilderhaken daran waren vorhanden, das vereinfachte die Geschichte.
Zwei große Landschaften hängen im Treppenhaus auf dem Weg nach oben. Im 1. Stock hängen die meisten Bilder, ein paar Werke auch im Erdgeschoss.
 

 
Ist schon spannend, wie die eigenen Werke auf großen Wänden wirken. Und welches Bild neben welches gehört oder was nicht zusammenpasst.
 

 

 

 

Montags fand dann die Ausstellungseröffnung statt. Aufregend, denn Presse war da, es wurde fotografiert und gefragt. Ich kam mir richtig prominent vor.
 

 

 
Für die musikalische Begleitung sorgte eine gute Bekannte: Lorena Wolfewicz mit ihrer keltischen Harfe.
 

 
Nach und nach trudelten die Gäste ein und schauten sich um.
 

 
Dann ging’s an den offziellen Teil.
Bürgermeister Peter Koester begrüßte die Gäste; ihm war anzumerken, wie sehr er die Ausstellungen im Rathaus schätzt.
 

 
Kurt Mai, Vorsitzender des Waldbröler Kulturtreffs, hat dem Publikum dann die Künstlerin und ihre Werke näher gebracht. Ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man auf diese Weise über sich selber sprechen hört. Eigenartig und schön zugleich. Macht auch ein bisschen rote Ohren.
 

 
Peter Richter, ebenfalls vom Waldbröler Kulturtreff, hat noch ein paar allgemeine Informationen zu den Veranstaltungen des Vereins ergänzt.
 

 
Zwischen den Wortbeiträgen klangen irische und schottische Weisen durch den Flur. Zauberhaft.
 

 
Ich selber sollte auch noch ein paar Worte sagen, vor allem zur Technik des Gelatine-Drucks.
Und wie ihr seht, hatte ich auch einen Tisch mit meinen Büchern und dem Kalender für 2016 dabei.
 

 
Danach gab’s Sekt, Orangensaft und leckere Häppchen – herzlichen Dank für die Organisation durch die Mitarbeiterinnen der Stadt Waldbröl – und lockere Gespräche.
 

 

 

 

Nachbars Enten

04/02/2016

Ich mochte sie schon immer, diese witzigen Laufenten, die hoch aufgerichtet in einem Affenzahn durch die Gegend rennen.
Seit dem Spätsommer hat ein Nachbar drei von ihnen und er hat einen offenen Garten. Die Enten nutzen ihren Freiraum und sind ausgiebig im Dorf unterwegs.
Regelmäßig statten sie uns einen Besuch ab, picken in der Wiese nach Engerlingen und Schnecken (oder was immer sie zur Zeit so finden) und haben nun auch unseren kleinen Teich entdeckt.
 

 
Das braune Tier ist der Erpel, die beiden weißen bzw. weiß-gescheckten sind die Enten.
Und anscheinend mögen sie, was auf dem Teich schwimmt: Nicht umsonst nennt man Wasserlinsen auch Entengrütze.
 

 
Während ich vom Wohnzimmerfenster aus fotografiere, betritt ein neuer Protagonist die Szene:
Kater Gaston entdeckt die Gäste, als er durch die Katzenklappe das Haus verlässt. Klar, dass er sich die aus der Nähe anschauen will.
 

 
Die Enten sind davon nicht so begeistert und verlassen – schwupps – das Wasser.
 

 
Und nun?
Nun passiert, womit ich nicht gerechnet hätte:
Angriff der Laufenten und Flucht des Katers.
 

 
Drei gegen einen, da ist Rückzug verständlich.
 

Schluss mit den Krümeln

02/02/2016

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Da steht neben unserem Kaminofen seit vielen Jahren ein Weidenkorb, ein alter Einkaufskorb, fürs Holz. Und was seht ihr neben dem Korb auf dem Boden?
 
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Genau: Krümel, Brösel, Holzspäne. Gerade gesaugt und gewischt, den Korb einmal zur Seite gestellt und schon liegen da wieder lauter Bröckchen. Und das, obwohl den Korbboden einer alte Plastiktüte bedeckt.
Ich habe keine Ahnung, warum die Krümelei in der letzten Zeit schlimmer geworden ist, aber sie ist schlimmer geworden und nervt inzwischen ziemlich. Abhilfe muss her.
 
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Im Fundus lag noch ein farblich passendes und ausreichend großes Stück Spannbetttuch herum (aha, wird also auch noch ein Upcycling-Projekt). Kurze Skizze mit den Maßen angefertigt und los geht’s.
 
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Ein Stück für den Boden (darf gerne rechteckig sein, auch wenn der Korb oval ist), ein langer Streifen für den Rand. Abschneiden, glatt bügeln, einen Saum umfalten (und ebenfalls bügeln) und ab unter das Nähmaschinenfüßchen.
Dann den Streifen rund um den Boden annähen.
 
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Umdrehen und schon ist das Korb-Futter fertig.
 
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Länger als das Nähen mit der Maschine hat das Anbringen am Korb gedauert. Mit dünnem, aber stabilem Baumwollgarn (Rest von der Filethäkelei) und einer Sticknadel einfach am Korbrand befestigt.
 
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Ab an den Kamin mit dem Korb …
 
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… und hoffen, dass der Stoff den Holzscheiten auch stand hält und nicht zu schnell kaputt geht.
 
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So, diese kleine Nähaktion schicke ich jetzt zum creadienstag.
Mal sehen, was all die anderen Fleißigen so gewerkelt haben.
 

12tel Blick: Januar 2016

30/01/2016

Ein neues Jahr, ein neuer Blick, dieses Mal aus unserem Dorf.

12tel Blick Januar 2016

(17. Januar 2016, 14.03 Uhr)

Von der Hauptstraße aus einen schmalen Pfad zwischen einem Privathaus und einer Firma hindurch gehen bis kurz vor den Bach. Dann umdrehen und der Blick geht an der kleinen Kapelle vorbei über Wiese und Obstbäume zu den Häusern.

Ich mag diese Stelle im Dorf, bin gespannt, wie die Veränderungen im Laufe des Jahres sich dokumentieren lassen.

Mal sehen, welchen Blick Tabea Heinicker sich für 2016 ausgesucht hat und was andere dort so zeigen.

Mützen – mal nicht gestrickt

26/01/2016

Der Januar geht seinem Ende entgegen und ich bin eindeutig noch im Blog-Sparmodus. Nur ein Beitrag in diesem Jahr und schon war wieder Funkstille.
Mal sehen, ob sich das jetzt langsam ändert. Aber ich verspreche nichts!
 

 
Vor zwei Wochen habe ich dank creadienstag bei filigarn niedliche Deko-Mützchen gesehen.
Weder gehäkelt noch gestrickt, sondern einfach geknotet.
Ihr kennt mich, ich muss sowas ausprobieren. Hat ein paar Tage gedauert, aber am Wochenende hatte ich Zeit und Lust dazu.

Und so funktionierts:
Ihr braucht eine Papprolle (z.B. von Küchenkrepp), Garnreste und eine Schere.
 

 
Von der Papprolle schneidet ihr Ringe ab, ca. 2 – 3 cm breit.
Aus dem Garn schneidet ihr Fäden von 25 – 30 cm Länge. Je nach Dicke des Garns braucht ihr zwischen 20 und 40 Fäden.
 

 
Nehmt die Fäden doppelt, so dass eine Schlaufe entsteht, legt sie um den Pappring und zieht die Fadenenden durch die Schlaufe. Anziehen, so dass der Faden die Pappe umschließt.
Einen Faden neben den anderen, schön dicht. Das gibt die Krempe der Mütze.
 

 
Nehmt nun einen weiteren langen Faden und bindet damit das Fadenbündel fest zusammen. Mit diesem Faden könnt ihr das Mützchen aufhängen oder an ein Geschenk knoten. Die überstehenden Fäden könnt ihr jetzt noch kürzen und in Form schneiden, damit ein schöner Bommel entsteht.

Meine Mützchen habe ich an die Gardinenstange im Bad gehängt. Jedenfalls erstmal.
 

 
Und jetzt schicke ich die kleinen Dinger zum creadienstag.
 

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